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Berliner Gedenktafel für Bozorg Alavi

By Allgemein, Archiv

Am 03. August 2022 wurde eines der wichtigsten Vorhaben der Iranischen Gemeinde Deutschland (IGD) und Wünsche vieler Liebhaber:innen der Kultur- und Literatur-, zur Wirklichkeit: An der Wand des Wohnhauses von Bozorg Alavi, worin der Schriftsteller seine letzten Lebensjahre verbrachte, wurde diesem zu Ehren eine Erinnerungstafel angebracht.

Die Senatsverwaltung für Kultur und Europa hat hierzu eine entsprechende Pressemitteilung veröffentlicht, welche Sie unter folgendem Link lesen können:

https://www.berlin.de/sen/kulteu/aktuelles/pressemitteilungen/2022/pressemitteilung.1232508.php?fbclid=IwAR3Zymvhz8g54u1BdIcOP58GcsXPnwAsRQSxlSVuFaeyvL8N_5qxuRHxbso

„Der Weg zu dieser Tafel war etwas steinig und hat einige Zeit gebraucht“, sagte Dr. Thorsten Wöhlert, Staatssekretär für Kultur und Europa des Berliner Senats, in seiner Laudatio auf der Einweihungsveranstaltung an diesem Tag.

Dieser Weg bis zur Enthüllung der Gedenktafel war tatsächlich nicht so leicht.

Seit Beginn der Gründung einer eigenen Arbeitsgruppe bei der IGD für das Ziel der Entstehung einer Gedenktafel für Bozorg Alavi bis zur endgültigen Enthüllung der Gedenktafel sind ganze 7 Jahre an Zeit verstrichen worden. Der Vorstand der IGD hat im Jahre 2013 aufgrund des Vorschlags von Dr. Haussig, einer der sich der iranischen Kultur verschrieben hat, mit der Arbeit zur hierfür notwendigen Sammlung von Dokumenten zur Beantragung der Anerkennung des Grabmals von Bozorg Alavi als Ehrengrab, begonnen. Mit der Gründung einer Arbeitsgruppe wurde diese Arbeit im Jahre 2015 intensiviert.

Die Aktivitäten der Arbeitsgruppe beinhalteten unter anderem:

  • Die Sammlung und das Zusammentragen von unzähligen Dokumenten für die Errichtung einer Grabstätte für Bozorg Alavi und die Beantragung von Anerkennung der Grabstätte als Ehrengrab (mit Unterstützung von Iranistik-Fakultäten in Deutschland, Verband der iranischen Schriftsteller*innen im Exil, und namhafte Persönlichkeiten aus der Kultur und Wissenschaft
  • Die Übertragung sämtlicher Rechte der Ruhestätte von Bozorg Alavi auf die IGD; somit ist der IGD gelungen, zu verhindern, dass laut dem Grabnutzungsrecht in Berlin die Grabstätte von Bozorg Alavi nach 20 Jahren abgeräumt wird. Die IGD hat die Kosten für die Gebühren und Pflege der Ruhestätte für die kommenden 20 Jahre übernommen.
  • Antragstellung zur Anerkennung der Grabstätte von Bozorg Alavi als Ehrengrab
  • Antrag zur Anbringung einer Gedenktafel für Bozorg Alavi an seinem letzten Wohnort in Berlin

 

Trotz aller Anstrengungen und Bemühungen, war die Stadt Berlin damit nicht einverstanden, die Grabstätte von Bozorg Alavi als Ehrengrab anzuerkennen so laut der offiziellen Begründung; sein Engagement für die Stadt Berlin war nicht in ausreichendem Maße vorhanden.

Glücklicherweise war jedoch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa mit der Anbringung einer Gedenktafel am letzten Wohnort von Bozorg Alavi einverstanden, als dann jedoch mitten in den Vorbereitungsphase sich die Vertreter der Eigentümergesellschaft des betreffenden Gebäudes meldeten und Ihr Bedenken äußerten.  Aus diesem Grund hat die Senatsverwaltung für Kultur und Europa beschlossen, diesen Akt auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Dr. Wöhlert hat sich jedoch bereiterklärt, zur Umstimmung der Eigentümergesellschaft persönlich zu engagieren.

Bei einer gemeinsamen Sitzung im Jahre 2019 mit dem Staatssekretär, Dr. Wöhlert, an dem der Vorstandsvorsitzender, Ehsan Djafari und der damalige Geschäftsführer der IGD, Dirk Tröndle, teilnahmen, wurde erneut die Notwendigkeit einer konzertierten Anstrengung, um die Einverständniserklärung der Eigentümergesellschaft zu bekommen, bekräftigt.

Ende 2020 kam vor allem durch tatkräftige Unterstützung von Dr. Wöhlert diese Einverständniserklärung der Eigentümergemeinschaft zustande, die öffentliche Veranstaltung zur Enthüllung der Gedenktafel wurde jedoch aufgrund der Pandemischen Entwicklung erneut verschoben.

Am 01.  Juni 2022 hat sich Koordinierungsstelle Historische Stadtmarkierungen des Senats Berlins bei der IGD gemeldet und in einer gemeinsamen Arbeit die Organisation dieser feierlichen Veranstaltung geplant und vorbereitet.

Am 03. August 2022 hat die Enthüllung der Gedenktafel auf der Frankfurter Straße mit Teilnahme einiger Freund:innen, Wegbegleiter und Bekannten von Bozorg Alavi, Sowie Kulturliebhaber:innen und Vertreter des Bezirks Mitte stattgefunden.

Die Veranstaltung wurde mit einer Rede von Dr. Wöhlert begonnen.

Er hat u.a. betont: „Als ich an der Humboldt-Universität am Institut für Asienwissenschaften in den 1980er Jahren studierte, war Prof. Bozorg Alavi eine Instanz. Es ist mir wichtig, dass dieser bedeutende Berliner, Iraner und Kosmopolit – der als Wissenschaftler, Schriftsteller und Kulturvermittler bis zu seinem Lebensende weltweit unterwegs war – in das öffentliche Gedächtnis dieser Stadt zurückgeholt und sichtbar gewürdigt wird.“

Anschließend wurden einige traditionelle iranische Musik-Stücke von Frau Mahin Khodayari auf Tanbur gespielt.

Im weiteren Verlauf hat der Vorstandssprecher der IGD, Ehsan Djafari, bei seiner Rede auf die kulturelle und -literarische Verdienste von Bozorg Alavi für die deutsche Gesellschaft hingewiesen.

Am Ende haben Dr. Wöhlert und Ehsan Djafari gemeinsam die Gedenktafel enthüllt.

Die IGD wird als nächstes das Thema Anerkennung der Grabstätte von Bozorg Alavi als Ehrengrab angehen.

Darüber hinaus wird die IGD versuchen, die iranischen bzw. iranischstämmigen Künstler:innen,- und Kulturschaffenden und Wissenschaftler:innen in Deutschland zu ihren Lebzeiten in der Öffentlichkeit als Brückenbauer:innen zwischen zwei Kulturen vorzustellen. Hierzu hat die IGD bereits einiges geplant und vorbereitet. Wir werden Sie zu gegebenem Zeitpunkt darüber informieren.

3. Oktober: Tag der Deutschen Einheit

By Allgemein, Archiv
Heute ist der Tag der Deutschen Einheit. Zu diesem freudigen Anlass der deutschen Geschichte möchten wir gratulieren.
Über vier Jahrzehnte waren Berlin, Deutschland und Europa geteilt. 32 Jahre nach dem umfänglichen „Aufbau Ost“ gilt es weiter an den Gemeinsamkeiten, statt den Differenzen zu arbeiten, um Ausgrenzung und Vorurteile zu mindern. Gerade als Migrantenorganisation streben wir eine Gesellschaft an, die frei von Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung ist.

PRESSEMITTEILUNG: Nein zum Krieg, Ja zum Frieden

By Allgemein, Presse & Mitteilungen, Pressemitteilungen

Aufruf der Iranischen Gemeinde in Deutschland e.V.

Nein zum Krieg, Ja zum Frieden

Die Menschen sehen sich erneut mit der großen Katastrophe eines blutigen, zerstörerischen und gefährlichen Krieges konfrontiert. Es geschieht leider nicht zum ersten Mal, dass ein Staat ein anderes souveränes Land gegen geltendes internationales Recht angreift und dabei Tod, Leid und Elend über die Menschen bringt. Am 24. Februar dieses Jahres wurde mit der illegalen Invasion des Territoriums des unabhängigen Staates Ukraine durch die Armee der Russischen Föderation ein schmerzlicher Schlussstrich unter den Frieden und die friedliche Koexistenz in Europa gezogen. Dieser Krieg hat bisher unzählige Opfer gefordert und 10 Millionen Menschen vertrieben.

Die Iranische Gemeinde in Deutschland e.V. hofft gemeinsam mit vielen internationalen Menschenrechts- und Friedensorganisationen inständig, dass diese Aggression und sinnlose Zerstörung in der Ukraine, der unerträgliche Schmerz und die Vernichtung der Existenzen von Millionen von Menschen so schnell wie möglich ein Ende findet.

Alle Staaten sind ausnahmslos verpflichtet, die in der Charta der Vereinten Nationen, des Europarates und der europäischen Menschenrechtskonvention verankerten Werte und Grundsätze sowie das Völkerrecht zu achten und zu respektieren. In der gegenwärtig traurigen und schmerzhaften Situation ist die Achtung der Rechtsstaatlichkeit und der Menschenrechte von besonderer und grundlegender Bedeutung und deren Einhaltung sollte gleichsam für alle betroffenen Menschen gelten, unabhängig von Hautfarbe und Staatsangehörigkeit. Aus diesem Grund verurteilen wir entschieden jede Form von Diskriminierung und jede Art von Rassismus im Umgang mit nicht-ukrainischen Geflüchteten, die in europäischen Ländern Zuflucht suchen, um dem Krieg zu entkommen und ihr Leben zu retten. Gleichzeitig möchten wir davor warnen, die russischstämmigen und russischsprachigen Menschen in Deutschland für diesen Angriffskrieg pauschal mitverantwortlich zu machen und sie rassistisch und diskriminierend zu behandeln.

Die Iranische Gemeinde in Deutschland e.V. setzt sich in ihren Projekten und gemeinsam mit anderen Migrant*innenorganisationen aktiv für ukrainische Geflüchtete sowie iranischen Staatsbürger*innen ein, die in der Ukraine studiert oder gearbeitet haben.

Wir rufen alle iranstämmigen Menschen und Iraner*innen in Deutschland auf, alles zu tun, um den Menschen, die aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet sind, zu helfen – ganz im Sinne des poetischen Meisterwerks Golestan (Rosengarten), in dem der berühmte persische Dichter Saadi bereits im 13. Jahrhundert die Solidarität der Menschen über alle Grenzen hinweg beschworen hat:

Als Adams Nachfahr’n sind wir eines Stammes Glieder

Der Mensch schlägt in der Schöpfung als Juwel sich nieder

Falls Macht des Schicksals ein Organ zum Leiden führt,

Sind alle Andern von dem Leid nicht unberührt

Wenn niemals Du in Sorge um den andern brennst,

Verdienst du nicht, dass Du Dich einen Menschen nennst

 

Vorstand der Iranischen Gemeinde in Deutschland e.V.

PRESSEMITTEILUNG: Abschied von Sayeh

By Allgemein, Presse & Mitteilungen, Pressemitteilungen

Anlässlich des Todes von Houshang Ebtehaj

Houshang Ebtehaj (H.E. Sayeh), ein großer Dichter, Lyriker, unvergleichlicher Librettist ­und Gründungsmitglied des ersten Iranischen Schriftstellerverbandes, ist im Alter von 95 Jahren in Köln von uns gegangen. Einer der immer um seine Heimat und deren Menschen besorgt war, schreibt noch während der anfänglichen Revolutionstage im Dezember 1979 im Iran in einem schönen Gedicht namens „Freiheit“:

Freiheit!

Du kommst vom blutigen Wege,

jedoch

während du näherkommst

zittere ich innerlich:

Welch ein Geheimnis verbirgst du in deiner Hand?

Was hat sich um deine Beine umschlungen?

 

Oh, Freiheit

Kommst du mit Ketten?

Das Leben zeigte, wie dieses begonnene Gefühl der Sorge und Angst um die Zukunft des Landes und der Menschen, deren Schmerz, Trauer und Freude er so wie ein Spiegel immer wieder in Form schönster und einfacher lyrischen Wortgebilde reflektiert und darstellte, der bitteren Wahrheit entsprach.

Sayeh ein begnadeter, wahrhaftiger und realistischer Dichter ausgestattet mit den feinen, schönen und kreativen Fähigkeiten setzte in seiner Arbeit die künstlerische Tradition fort und bewahrte das Vermächtnis der literarischen und Dichterkunst einiger Berühmtheiten Irans wie Khayyam, Ferdowsi, Molavi, Hafez und Saadi. Er war einer der angesehenen Schüler von Nima Yoshij, dem Vater der neuen und modernen Form der persischen Poesie.

Er leitete von 1972 bis 1978 als Programmdirektor der besonders wichtigen Musik-Sendung „Golha“ im Radio und gründete in dieser Zeit auch das „Anthologie-Musikprogramm der Woche“, wo er eine einflussreiche und aktive Rolle auf dem Gebiet der iranischen Musik gespielt hat.

Eine große Anzahl von mehreren Generationen von Iraner*innern lebten mit seiner Dichterkunst und waren mit seiner Poesie vertraut und es werden gewiss weitere Generationen von den Liebhabern der persischen Poesie nachkommen, welche die schöpferische Kraft und die Schönheit seiner Dichterkunst schätzen und lieben werden.

Mit dem Tod von Sayeh, dem feinfühlig realistischen und rationellen Dichter verlor ­der Iran einen der höchsten Vertreter zeitgenössischer persischen Poesie, der Jahrzehnte lang seine Zeit im Bereich Dichterkunst überstrahlte.

Die iranische Gemeinde in Deutschland spricht der Familie von Houschang Ebtehaj, den Freunden und allen iranischen Kulturliebhabern ihr aufrichtiges Beileid aus.

Du lebst in mir, ich in dir, wir werden niemals sterben

Du und ich mit Tausenden von anderen.

Diesen Weg gehen wir.

Der Sieg wird unser sein

Und der Morgen mit all den Freuden und des Glückes

 

Möge sein Andenken stets in Ehren bewahrt werden

Vorstand der Iranischen Gemeinde in Deutschland

Rassismus und Mehrfachdiskriminierung in Coronazeiten

By Abgeschlossene Projekte No Comments
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ADS berichtete im Mai 2021, dass der Beratungsbedarf wegen Diskriminierungen in der Pandemiezeit stark angestiegen ist. Besonders viele Fälle von Diskriminierungen gab es demnach aufgrund von Behinderung und wegen (zugeschriebener) ethnischer Herkunft. Dabei wurden Mehrfachdiskriminierungen (Intersektionalität) berücksichtigt.
Ein Forschungsprojekt der Humboldt-Uni Berlin zeigt auf, wie stark der anti-asiatische Rassismus in der Pandemiezeit in Deutschland gestiegen ist.
Dies sind zwei Beispiele, die zeigen wie wichtig es ist, sich dem Thema Rassismus und Mehrfachdiskriminierung in Coronazeiten zu widmen. Das wollen wir durch die Erstellung von Kurzfilmen, die die Sicht von Betroffenen zeigen, sowie in zwei Workshops tun.
Teil 1: Kurzfilme 
Von Rassismus und Mehrfachdiskriminierung Betroffene berichten von ihren Erfahrungen in der Coronazeit und ihrem Umgang damit. Ziel ist es, die erfahrenen Diskriminierungen sichtbar zu machen sowie empowernde Strategien zu entwickeln. Hierbei soll es sowohl um Diskriminierungsfälle in Deutschland gehen, die von Vertreter:innen der Mehrheitsgesellschaft ausgehen als auch um Diskriminierung durch Vertreter:innen der eigenen Herkunftsgesellschaft (z.B. aufgrund von Weltanschauung/Religion). Ein besonderer Schwerpunkt wird die Diskriminierung im Internet durch Hate Speech sein.
Teil 2: Workshops
Die Workshops sollen die in den Kurzfilmen behandelten Themen aufgreifen und vertiefen. Sie werden im November online stattfinden. Ein Schwerpunkt soll dabei auf Hate Speech und auf der Rolle der Institutionen und Organisationen liegen, die aktiv sind in der Unterstützung beim Aktivismus gegen Rassismus und Mehrfachdiskriminierung.
Zwei Workshops sind geplant:
  1. Empowerment-Workshop für von Rassismus und Mehrfachdiskriminierung Betroffene.
  2. Rassismus und Mehrfachdiskriminierung in der Coronazeit und die Stärkung der eigenen Haltung für alle.
Das Projekt wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert.
Filme und Podcasts des Projekts „Rassismus und Mehrfachdiskriminierungen in Coronazeiten“
Projektleitung: Carola Diallo
Film- und Podcastproduktion: Telly Diallo VISUALS
Graphic Credits Projektbild: Miriam Jacquiot

1. Interview: Mohsen erzählt von seinen Erlebnissen auf seiner langen Reise aus Iran über Serbien bis nach Berlin

2. Interview: In diesem Podcast schildert uns Marie* die Erfahrungen, die sie seit ihrer Ankunft in Deutschland vor vielen Jahren in der Schule ihrer Kinder und in ihrer Nachbarschaft sowohl in der Stadt als auch im Dorf gemacht hat.

*die Namen wurden geändert

3. Interview: Azade* hat es mit viel Energie geschafft: Sie und ihre Familie haben sich in den letzten Jahrzehnten erfolgreich ein Leben in Deutschland aufgebaut. Aber wo sieht sie die Herausforderungen und Schwierigkeiten?

*die Namen wurden geändert

4. Interview: Danial Ilkhanipour ist SPD-Bürgerschaftsabgeordneter in Hamburg. Das Engagement gegen Rassismus ist ihm eine Herzensangelegenheit.

Fördermittelgeber & Partner

Ansprechpartnerin

Carola Diallo, Projektleiterin

Carola Diallo ist bei der IGD für das Projekt „Rassismus und Mehrfachdiskriminierung in Coronazeiten“ verantwortlich.

Sie arbeitet seit 15 Jahren als Projektmanagerin im internationalen Non-Profit-Bereich, davon zehn Jahre im Afrikareferat der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind internationale Zusammenarbeit sowie Migration und Teilhabe. Als Trainerin für Diversity und Social Justice vermittelt sie in Bildungseinrichtungen Kenntnisse zu Kategorien der Vielfalt (Diversity) und dem Engagement gegen Diskriminierungen.

BUNA

By Abgeschlossene Projekte, Projekte No Comments

Im BUNA-Projekt, „Begleitung und Unterstützung neuzugewanderter Afghaninnen und Afghanen“, vermitteln wir Patenschaften zwischen neuzugewanderten Menschen aus Afghanistan und Alteingesessenen, um den Neuankömmlingen durch gezielte, individuelle Betreuung schnellstmöglich ein eigenständiges Leben und gesellschaftliche Teilhabe in Deutschland zu ermöglichen.

Die Patenschaften umfassen eine Laufzeit von ca. 10 Monaten und können folgende Themen beinhalten:

  • Gemeinsame Freizeit & kulturelle Aktivitäten
  • Unterstützung beim Spracherwerb
  • Vermittlung an Fachstellen bei rechtlichen oder medizinischen Fragen
  • Hilfe bei der Eingliederung in den deutschen Arbeitsmarkt

Den zeitlichen Rahmen der Patenschaft bestimmen die Mentor*innen mit Ihrem Mentees. Zusammen können Sie auch besprechen, welche Themen für Sie besonders wichtig sind und Erwartungen abklären.

Den Mentor:innen und den Mentees bieten wir parallel Weiterbildungen und Workshops zu verschiedenen Themen an und bieten Raum für Begegnungen und Erfahrungsaustausch.

Seit der Machtübernahme der Taliban sind neben ethnischen Minderheiten wie den Hazara oder Tadschiken vor allem Frauen- und Menschenrechtler, Nichtmuslime und Schiiten, sowie afghanische Ortskräfte auf der Flucht.  Da ohne die Aktivisten und Ortskräfte das Engagements Deutschlands in Afghanistan ebenso wie die durchaus erzielten Fortschritte der vergangenen 20 Jahre, insbesondere in Hinblick auf Frauen- und Menschenrechte, nicht möglich gewesen wären, sollte diesen Menschen eine ganz besondere Aufmerksamkeit zukommen, die eine schnelle gesellschaftliche Einbindung möglich macht.

Stellungnahme der IGD zur Situation afghanstämmiger Geflüchteter

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Best Practices und Erfahrungen aus dem Projekt „Begleitung und unterstützung neuzugewanderter Afghaninnen und Afghanen (BUNA)“

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Fördermittelgeber & Partner

Ansprechpartnerin

Sanaz Khadem Saba, Projektleiterin

Schon lange liegt ein Schwerpunkt der Arbeit von Sanaz Khadem Saba, Diplom Produkt-Designerin, auf der Bearbeitung von Empowermentkonzepten zum Thema Integration und gesellschaftlicher Teilhabe von bildungsbenachteiligten Menschen. Seit 2015 ist sie Hauptberuflich in der Flüchtlingsintegration aktiv. Sie hat durch verschiedene Fortbildungen (u.a. Fortbildung zur interkulturellen MiMi-Mediatorin für Gewaltprävention sowie Qualifizierung als Sozialbetreuerin der Asyl- und Flüchtlingshilfe) und in der Praxis gelernt, was es bedeutet, Menschen beim Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe zu unterstützen und ihnen neue Perspektiven aufzuzeigen. Das Spektrum ihrer bisherigen Tätigkeit reicht von der Beratung in Amtsfragen über die Schulung von sprachlichen und kulturellen Fertigkeiten, bis hin zur Weitervermittlung an Beratungsstellen zur Verarbeitung von Gewalterfahrungen.

Tel.: 030 755 487 27

E-Mail: Sanaz.khademsaba@iranischegemeinde.de

BAMgA Image-Film

By Allgemein, Archiv

BAMgA ist die Bundesallianz der MOs gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit. Die Iranische Gemeinde in Deutschland ist eines der Gründungsmitglieder dieser Allianz. Die BAMgA wird durch das BAMF gefördert.

Bundesallianz der MOs gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit

By Laufende Projekte No Comments

Die Bundesallianz der Migrantenorganisationen gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit, kurz BAMgA, ist ein bundesweiter Verbund vielgestaltiger migrantischer Organisationen, der am 30.06.2021 gegründet wurde. An der Gründung waren zehn Migrant:innenorganisationen aus verschiedenen Regionen Deutschlands beteiligt, darunter auch die Iranische Gemeinde in Deutschland e. V.

Die BAMgA hat sich am 27.10.2021 bei der ersten offiziellen Veranstaltung öffentlich vorgestellt. Die Sprecher:innen des ersten Koordinierungsgremiums, Diana Sandler und Ehsan Djafari, haben bei der Konferenz anlässlich der Gründung der Presse und zahlreichen Gästen die Rolle und die Entstehung der Initiative dargelegt, die das Ergebnis von 15 Jahren Netzwerkarbeit migrantischer Organisationen ist.

Die Entwicklung einer eigenen Website befindet sich in Arbeit und mit der Erstellung einer Broschüre und dem Dreh eines Imagefilms präsentiert sich die BAMgA der Öffentlichkeit. Durch Seminare, Workshops und Vernetzungstreffen möchten wir den Bekanntheitsgrad der BAMgA weiter steigern und die Relevanz des fortwährenden Kampfes gegen Antisemitismus immer wieder vor Augen führen. Die BAMgA freut sich stets über neue Mitglieder.

Die Finanzierung der BAMgA läuft vom 01.10.2021 – 30.04.2022 über die Iranische Gemeinde in Deutschland e. V., die dafür vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert wird. Bei Fragen zur BAMgA kontaktieren Sie gern die Geschäftsstelle der Iranischen Gemeinde in Deutschland e. V.

Fördermittelgeber

Partnerorganisationen

Ansprechpartner

Ehsan Djafari, IGD Vorstandssprecher

Tel.: 030 755 487 27

E-Mail: ehsan.djafari@iranischegemeinde.de

Bildergalerie

Auftaktveranstaltung der BAMgA am 27.10.2021 in Berlin und Vernetzungstreffen West am 31.03.2022

Forschungsprojekt: Zwischen Gründungsboom und Nachwuchssorgen

By Abgeschlossene Projekte, Projekte No Comments

Unser Projekt „Zwischen Gründungsboom und Nachwuchssorgen: Perspektiven und Potentiale einer gelingenden Kooperation zwischen Migrant:innenselbstorganisationen und migrantischen Jugendinitiativen“ wird als Forschungsprojekt unter dem Themenschwerpunkt Soziale Ungleichheit von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt gefördert.

Beteiligte Organisationen und Personen neben der IGD sind:

  •  Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM)
  • djo – Deutsche Jugend in Europa Bundesverband e.V.
  • Prof. Dr. Birgit Jagusch (TH Köln)
  • Dr. Nina-Kathrin Wienkoop (Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung)

Projektlaufzeit:

01.05.2022 – 31.03.2023

Was haben wir konkret vor?

In einer mehrstufigen empirischen Untersuchung (teilnehmende Beobachtung, leitfadengestützte Interviews, World Café, Reallabor) möchten wir die Konflikte und Potentiale in der Zusammenarbeit zwischen migrantischen Jugend- und Erwachsenenverbänden analysieren. Unsere Ergebnisse wollen wir nutzen, um Vorschläge zu entwickeln, wie diese Kooperation zur nachhaltigen Stärkung des Engagements gelingen kann.

Welche Ergebnisse erwarten wir?

Unsere Erfahrungen aus der Praxis sowie neuere Untersuchungen lassen vermuten, dass sich hinsichtlich der Organisationsform, aber auch der thematischen Schwerpunkte deutliche Unterschiede zwischen Erwachsenen- und Jugendverbänden erkennen lassen. Das betrifft besonders den Wandel im Verständnis von Engagement und Ehrenamt sowie Fragen und Aushandlungen der eigenen (postmigrantischen) Identität.

Fördermittelgeber & Partner

Ansprechpartner:innen

Anne-Marie Brack, Projektleiterin

Anne-Marie Brack hat Islamwissenschaft, Politikwissenschaft und Soziologie in Freiburg, Isfahan und Princeton studiert und während ihres Studiums als studentische und wissenschaftliche Hilfskraft an verschiedenen Instituten gearbeitet. Sie war mehrere Jahre in Berlin als Sprachmittlerin für Persisch tätig und arbeitet freiberuflich als Dozentin. Neben ihrer Arbeit als Projektleiterin bei der IGD arbeitet Anne-Marie an ihrer Promotion im Fachbereich Iranistik.

Tel.: 030 755 487 27

E-Mail: anne-marie.brack@iranischegemeinde.de



Integrationslots:innen

By Laufende Projekte No Comments

Das Team der Integrationslotsinnen und -lotsen in Charlottenburg-Wilmersdorf unterstützt Menschen mit Flucht- und Migrationsbiographie beim Ankommen in Berlin.

Unser Ziel ist es als Sprach- und Kulturmittelnde (neu-)zugewanderten Menschen in unserem Bezirk Orientierung zu bieten und somit zu einer besseren gesamtgesellschaftlichen Verständigung beizutragen.

Unser Angebot umfasst:

  • offene Sprechstunden in unseren Räumen im Pangea-Haus sowie in unterschiedlichen Nachbarschaftseinrichtungen im Bezirk (Haus der Nachbarschafft, Ulme 35) sowie vereinzelt auch in Schulen,
  • die Begleitung u.a. zu Ämtern und Behörden oder Schulen und Kitas,
  • Vermittlung zu fachspezifischen Beratungsstellen, Einrichtungen und Institutionen,
  • Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen und Formularen (Jobcenter, Kindergeld, Wohngeld etc.),
  • Information zu Freizeitangeboten, Hilfe bei der Deutschkurssuche und alltäglichen Fragen des Lebens

Unser Unterstützungsangebot ist vertraulich und kostenlos.

Wir beraten in folgenden Sprachen: Arabisch, Persisch (Farsi/Dari), Kurdisch (Sorani/ Kurmandschi), Türkisch, Bulgarisch, Englisch, Französisch, Russisch, Ukrainisch, Lettisch, Serbokroatisch/Bosnisch und Rumänisch.

Neben ihrer Funktion als Sprachmittler:innen fungieren die Integrationslots:innen aufgrund ihrer eigenen Migrationsbiographie auch als Kulturmittler:innen und tragen auf diese Weise zu einer besseren gesamtgesellschaftlichen Verständigung bei. Ihre Aufgabe besteht darin, Menschen mit Flucht- und Migrationsbiographie beim Ankommen in Berlin zu begleiten, aber auch Menschen, die schon seit längerer Zeit in Deutschland leben, bei alltäglichen Fragen des Lebens zu unterstützen und Orientierung zu bieten. In ihren regelmäßigen Sprechstunden im Bezirk erläutern die Integrationslots:innen Vorgänge des alltäglichen Lebens in Deutschland und beraten zu allen wichtigen Unterstützungs- und Hilfsangeboten in Berlin, unterstützen bei der Deutschkurssuche und dem Ausfüllen von Anträgen, begleiten zum Jobcenter, Sozialamt, zur Kita oder Schule und informieren über Freizeitangebote und vieles mehr. Im Rahmen wöchentlicher Treffen gemeinsam mit der Teamleitung kommen alle Integrationslots:innen zusammen, tauschen sich über ihre Erfahrungen in der Arbeit aus, klären offene Fragen und erarbeiten gemeinsam Themen, die für die Beratungspraxis relevant sind. Die Qualifikation für die Arbeit als Integrationslots:in erfolgt durch verschiedene Schulungen im Landesrahmenprogramm. Fachlich werden die Integrations:lotsinnen von der Teamleitung begleitet und unterstützt und persönlich in ihrer beruflichen Weiterentwicklung gefördert.

Hier können Sie unsere Informationsflyer herunterladen:

Fördermittelgeber:in

Das Projekt Integrationslotsinnen und Integrationslotsen Charlottenburg-Wilmersdorf wird aus Mitteln der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Landesrahmenprogramm Integrationslotsinnen und Integrationslotsen Berlin gefördert.

Ansprechpartner:innen

Varvara Kulik, Teamleiterin 
Varvara Kulik ist als Teamleiterin im Landesrahmenprogramm Integrationslotsinnen und Integrationslotsen bei der IGD für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf tätig. Dank ihrem eigenen Migrationshintergrund sowie dem Praktikum in der Freiwilligenagentur der Stadt Amberg konnte sie wertvolle Erfahrungen im Bereich Integration sammeln. Sie studierte Kulturwirtschaft mit den Schwerpunkten interkulturelle Kommunikation und Soziologie an der Universität Passau (B. A.). Zusätzlich absolvierte sie ein Fernstudium der Kulturwissenschaft (M. A.) mit dem Schwerpunkt deutschsprachiger Kulturraum an der Staatlichen Universität Sankt Petersburg. Sie ist für die Koordination des Projekts sowie fachliche Begleitung der Integrationslots:innen im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zuständig.
Mobil: 0157 521 001 62

Danijela Clerc

Sprache: Serbokroatisch, Bosnisch

Danijela Clerc
Sprache: Serbokroatisch, Bosnisch
Tel: 0157 520 369 55

Radwan Abu Fakher

Sprache: Arabisch, Englisch

Radwan Abu Fakher
Sprache: Arabisch, Englisch
Tel: 0157 521 001 21

Mireille Tchuisseu

Sprache: Französisch

Mireille Tchuisseu
Sprache: Französisch
Tel: 0177 305 90 99

Seddigh Pourmardani

Sprache: Persisch, Kurdisch, Türkisch

Seddigh Pourmardani
Sprache: Persisch, Kurdisch, Türkisch
Tel: 0157 520 369 22

Souzanne Yahya

Sprache: Arabisch

Souzanne Yahya
Sprache: Arabisch
Tel.: 0157 54287941

Tobias Balzer

Sprache: Russisch, Ukrainisch

Tobias Balzer
Sprache: Russisch, Ukrainisch
Tel: 0157 512 53 397

Raja Alaoui

Sprache: Arabisch

Raja Alaoui Mazouzi
Sprache: Arabisch
Tel: 0157 521 000 95

Shirin Vahidinova

Sprache: Bulgarisch, Türkisch

Shirin Vahidinova
Sprache: Bulgarisch, Türkisch
Tel: 0157 520 368 88

Vita Luse

Sprache: Lettisch, Russisch

Vita Luse
Sprache: Lettisch, Russisch
Tel: 0157 520 369 26

Monir Mohsen-Khayam

Sprache: Persisch

Monir Mohsen-Khayam
Sprache: Persisch
Tel: 0157 521 000 19

Elena Ciuca

Sprache: Rumänisch, Englisch

Elena Ciuca
Sprache: Rumänisch
Tel: 0177 3083025

Kontaktliste Integrationslots:innen Charlottenburg-Wilmersdorf

Sprechstunden der Lots:innen