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Pressemitteilung zum Internationalen Frauentag 2026

By Allgemein, Presse & Mitteilungen, Pressemitteilungen

Pressemitteilung der IGD zum Internationalen Frauentag – 8. März 2026

Der 8. März erinnert uns jedes Jahr daran, dass die Gleichberechtigung von Frauen und Männern weltweit noch immer keine Selbstverständlichkeit ist. Trotz bedeutender Fortschritte bleibt der Weg zur tatsächlichen Gleichstellung lang und erfordert weiterhin gesellschaftliches und politisches Engagement.

Auch in der Bundesrepublik Deutschland zeigt sich, dass Gleichberechtigung trotz fortschrittlicher gesetzlicher Rahmenbedingungen noch nicht vollständig verwirklicht ist. Frauen verdienen in vielen Branchen weiterhin weniger als ihre männlichen Kollegen, sind in Führungspositionen deutlich unterrepräsentiert und sehen sich am Arbeitsplatz Diskriminierung sowie psychischer Gewalt wie Mobbing ausgesetzt. Zudem wird auf Femizide sowie auf die zunehmende Abwertung und Gewalt gegen Frauen in Medien und Öffentlichkeit oftmals nicht ausreichend reagiert.

Besorgniserregend ist darüber hinaus der wachsende Einfluss rechtsextremer Kräfte, die Frauenrechte infrage stellen und versuchen, die gesellschaftliche Rolle von Frauen auf traditionelle Rollenbilder zu beschränken.

Die Iranische Gemeinde in Deutschland erklärt ihre ausdrückliche Solidarität mit den zivilgesellschaftlichen Initiativen und Bewegungen von Frauen in Deutschland, die sich gegen Diskriminierung einsetzen und für tatsächliche Gleichstellung kämpfen.

Gleichzeitig erinnert uns der Internationale Frauentag angesichts der Situation von Frauen in vielen Ländern – insbesondere im Iran – daran, dass Gleichberechtigung nur in politischen Systemen verwirklicht werden kann, die auf Demokratie, Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit basieren. Die Erfahrungen der vergangenen 47 Jahre im Iran zeigen deutlich, dass in einem religiösen, totalitären System, das Frauen systematisch kontrolliert und unterdrückt, die Verwirklichung grundlegender Bürgerrechte faktisch unmöglich ist.

Seit mehr als vier Jahrzehnten werden Frauen im Iran brutal unterdrückt, selbst wenn sie für ihre elementarsten Rechte eintreten. Dennoch stehen sie mutig an der Spitze einer Bewegung, die für Freiheit, Würde und ein selbstbestimmtes Leben kämpft. Ihr Engagement hat den Leitspruch „Frau – Leben – Freiheit“ zu einem zentralen Symbol des gesellschaftlichen Widerstands gemacht.

Diese Kämpfe erreichten im Januar 2026 einen neuen Höhepunkt. Frauen und Männer im Iran traten gemeinsam in einen landesweiten Protest für das Recht auf ein freies und würdiges Leben ein und forderten das Ende eines Systems, das für Unterdrückung, Ungleichheit und politische Unfreiheit steht.

Im Verlauf dieser Proteste wurden Zehntausende Menschen brutal unterdrückt. Tausende Frauen, junge Menschen und auch Kinder verloren ihr Leben. Sicherheitskräfte setzten Schrot- und scharfe Munition gegen Demonstrierende ein; Zehntausende wurden verhaftet, gefoltert oder sind weiterhin von Hinrichtung bedroht.

Trauernde Familien stehen unter massivem Druck. In einigen Fällen wurden die Leichname getöteter Töchter nicht an ihre Angehörigen übergeben. Viele Familien wissen bis heute nicht, was mit ihren inhaftierten Kindern geschehen ist. Berichte über verstümmelte Leichname ermordeter Frauen verstärken den Eindruck systematischer Brutalität. Diese Ereignisse haben der Welt erneut vor Augen geführt, dass dieses System jede moralische und politische Legitimität verloren hat.

Der 8. März 2026 ist für uns daher ein Tag der Solidarität mit den Frauen im Iran und mit allen Iranerinnen und Iranern in ihrem Streben nach Freiheit.

Die Iranische Gemeinde in Deutschland richtet aus diesem Anlass folgende Forderungen an die Bundesregierung:

  1. Konsequente Außenpolitik für Frauenrechte
    Die Bundesregierung sollte eine klare und konsequente Haltung zur Verteidigung der Rechte iranischer Frauen einnehmen und Menschenrechtsverletzungen im Iran systematisch in der deutschen Außenpolitik, auf EU-Ebene sowie in internationalen Gremien – insbesondere im UN-Menschenrechtsrat – thematisieren.
  2. Konsequente Sanktionen gegen Verantwortliche
    Gegen Personen und Organisationen, die an der Unterdrückung von Frauen, an Verhaftungen, Folter, Todesurteilen und organisierter Gewalt gegen Frauen und Mädchen beteiligt sind, müssen im Rahmen der EU-Menschenrechtssanktionen wirksame Maßnahmen ergriffen werden. Dazu gehören insbesondere Vermögensbeschlagnahmungen und das Einfrieren von Bankkonten in Europa.
  3. Unterstützung internationaler Aufklärung und Strafverfolgung
    Deutschland sollte internationale Mechanismen zur Wahrheitsfindung und strafrechtlichen Aufarbeitung unterstützen, insbesondere UN-Fact-Finding-Missionen sowie die Anwendung des Weltrechtsprinzips im deutschen Justizsystem zur Verfolgung schwerer Menschenrechtsverbrechen nach dem Völkerstrafgesetzbuch.
  4. Schutz der iranischen Diaspora in Deutschland
    Die Bundesregierung sollte Schutzmechanismen für in Deutschland lebende Iranerinnen und Iraner stärken, insbesondere gegen Einschüchterung, Überwachung und Druck durch Netzwerke des iranischen Regimes. Dazu gehören sichere Meldewege für Bedrohungen sowie rechtliche und sicherheitsbezogene Unterstützung für gefährdete Aktivistinnen und Aktivisten.
  5. Unterstützung iranischer Studierender
    Die Verlängerung von Visa für iranische Studierende – insbesondere für Frauen und Studentinnen – sollte durch den Abbau bürokratischer Hürden, verkürzte Bearbeitungszeiten und spezielle Schutzmechanismen für politisch gefährdete Studierende erleichtert werden.
  6. Konsequente Menschenrechtspolitik gegenüber dem iranischen Regime
    Beschwichtigende politische und wirtschaftliche Beziehungen zur Islamischen Republik sollten beendet werden. Wir erinnern daran, dass sich die Bundesregierung im Koalitionsvertrag 2025 ausdrücklich verpflichtet hat, Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger, insbesondere Frauen, gezielt zu unterstützen.

Auf dieser Grundlage erwarten wir von der Bundesregierung, diese Verpflichtungen transparent und konsequent umzusetzen und die erklärte Unterstützung für die Frauen im Iran in konkrete politische, rechtliche und schützende Maßnahmen zu überführen. Darüber hinaus erwarten wir, dass Deutschland durch eine klare Distanzierung von diesem totalitären Regime den seit Jahrzehnten andauernden Freiheitskampf der iranischen Bevölkerung unterstützt.

„Frau – Leben – Freiheit“ ist heute weit mehr als ein Slogan. Er steht für die Hoffnung auf eine freie, demokratische Zukunft im Iran. Trotz aller Opfer bleibt dieser Ruf ein starkes Symbol für Mut, Würde und den ungebrochenen Wunsch nach Freiheit.

 

Iranische Gemeinde in Deutschland

Pressemitteilung zum revolutionären Aufstand des iranischen Volkes

By Allgemein, Presse & Mitteilungen, Pressemitteilungen

Eine landesweite Bewegung hat ganz Iran erfasst und ist dabei, einen großen politisch-gesellschaftlichen Wandel herbeizuführen. Die große Menschenmassen – aus unterschiedlichen sozialen Schichten und Klassen, Menschen aller Geschlechter, Altersgruppen und ethnischen Zugehörigkeiten –, ist aufgestanden, um einer theokratischen, totalitären Regierung ein Ende zu setzen, die Iran in Krieg sowie in eine ökologische, wirtschaftliche, politische, kulturelle und soziale Zerrüttung geführt hat.

Die Antwort der Regierung auf die Forderungen der Bevölkerung ist – wie seit 47 Jahren – gewaltsame Repression. Ali Chamenei, der Führer des islamischen totalitären Systems, hat wie immer den Befehl zur blutigen Niederschlagung der Proteste erteilt. Jeden Tag werden Kinder und Jugendliche im Iran durch die Revolutionsgarden und andere Repressionskräfte getötet, geblendet, festgenommen und gefoltert. Das Regime versucht durch die Abschaltung des Internets, seine Verbrechen zu verbergen. Doch das geschlossene und mutige Auftreten der Bevölkerung zeigt den festen Willen des iranischen Volkes, diesem theokratischen totalitären Regime ein Ende zu setzen.

Wir erklären unsere uneingeschränkte und bedingungslose Solidarität mit dem iranischen Volk und unterstützen jede Maßnahme, die dazu beiträgt, diese Bewegung zu stärken, zu verbreitern und ihre Vielfalt zu bewahren. Zugleich rufen wir die im Ausland lebenden Iraner:innen dazu auf, zur Unterstützung der Kämpfe des iranischen Volkes alle medialen Möglichkeiten und öffentlichen Plattformen zu nutzen sowie den Kontakt zu zivilgesellschaftlichen Organisationen und deutschen Parteien zu suchen, um zu informieren und die deutsche Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Die Sichtbarkeit dieser Kämpfe trägt zum Schutz der Protestierenden bei.

Wir fordern die Bundesregierung und die Europäische Union auf:

  1. Die Verbrechen der iranischen Regierung gegen die Menschenrechte klar und unmissverständlich zu verurteilen und mit allen diplomatischen und wirtschaftlichen Druckmitteln den Kampf des iranischen Volkes zu unterstützen.
  2. Die Konten der Verantwortlichen des Regimes und ihrer Familien in der Europäischen Union zu sperren.
  3. Die Abschiebungen iranischer Geflüchteter nach Iran zu stoppen.
  4. Die „Islamischen Revolutionsgarden“ auf die Liste terroristischer Organisationen zu setzen.
  5. Die scheinbar kulturell-religiösen Einrichtungen des Regimes in Europa zu schließen. In einem theokratischen Staat sind kulturell-religiöse Institutionen nicht unabhängig, sondern dienen ausschließlich den politischen Zielen des Regimes.
  6. Alle verfügbaren Mittel zu nutzen – ohne Zugeständnisse an die islamische totalitäre Regierung –, um Druck auf dieses Regime auszuüben und die Freilassung politischer Gefangener, einschließlich der Doppelstaatsbürger-Geiseln, zu erreichen.

Abschließend wünschen wir, dass diese revolutionäre Bewegung zur Etablierung eines politischen Systems führt, die auf Demokratie, Menschenrechten, Säkularismus und Rechtsstaatlichkeit beruht, und dass die Menschen in Iran ein würdiges und freies Leben führen können.

Iranische Gemeinde in Deutschland

Offener Brief der Iranischen Gemeinde in Deutschland an den DGB und ver.di

By Allgemein

Berlin, 06.06.2025

Sehre geehrte Damen und Herren,

wir, die Iranische Gemeinde in Deutschland e. V. (IGD), erklären unsere Solidarität mit den Lkw-Fahrer:innen im Iran. Sie erheben sich – trotz des massiven Drucks der repressiven Regierung der Islamischen Republik – für ihre existenziellen Rechte und die Rechte der unterdrückten Bevölkerung. In 152 Städten und 30 Provinzen des Landes sind sie in den Streik getreten.

Die Lkw-Fahrer:innen bilden das Rückgrat des iranischen Straßengüterverkehrs und spielen eine entscheidende Rolle bei der Versorgung mit und dem Transport von Waren, Lebensmitteln, Treibstoff und anderen lebensnotwendigen Gütern. Dennoch sieht sich diese hart arbeitende Berufsgruppe mit wachsender Ungerechtigkeit, Ausgrenzung sowie wirtschaftlichem und sicherheitspolitischem Druck konfrontiert.

In den letzten Jahren hatten sie mit zahlreichen wirtschaftlichen Krisen zu kämpfen, darunter:

  • die anhaltende und unkontrollierte Erhöhung der Treibstoffpreise, die einen Großteil ihres Einkommens verschlingen,
  • das Fehlen fairer Tarife und die Existenz ungerechter Frachtraten sowie
  • der Mangel an sozialen Absicherungen wie Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung für selbstständige Fahrer:innen.
  • strukturelle Korruption in den zuständigen Behörden und ein intransparentes Quotensystem bei der Frachtvergabe sowie
  • systematische Repression gegenüber Gewerkschaftsaktiven, Verhaftungen von Streikenden und Drohungen mit Fahrzeugbeschlagnahmungen.

Trotz all dieser Repressionen führen die Fahrer:innen ihren Streik friedlich, ausdauernd und entschlossen fort. Sie artikulieren dabei Forderungen, die zu großen Teilen auch die Wünsche der breiten Bevölkerung widerspiegeln: Berufliche Sicherheit, soziale Gerechtigkeit und die sofortige Freilassung aller inhaftierten Streikenden.

Bis heute haben zahlreiche Gewerkschaften weltweit – darunter auch die Internationale Transportarbeiter-Föderation (ITF), ihre Unterstützung für den Kampf der Lkw-Fahrer:innen im Iran bekundet.

Wir rufen Sie auf:

  • Veröffentlichen Sie eine offizielle Stellungnahme zur Unterstützung der Streikenden und ihrer sozialen Forderungen;
  • Machen Sie diesen Arbeitskampf in internationalen Arbeits- und Menschenrechtskreisen sichtbar;
  • Setzen Sie sich für die Freilassung der inhaftierten Streikenden ein und erhöhen Sie somit den Druck auf die Islamische Republik;
  • Fordern Sie von der Bundesregierung ein klares und entschlossenes Eintreten gegen die systematische Unterdrückung unabhängiger Gewerkschaftsarbeit im Iran und für die Einhaltung der Menschenrechte.

Mit dieser Solidaritätsbekundung für den Streik der Lkw-Fahrer:innen im Iran möchten wir ihre Stimme hörbar machen. Ihre internationale Unterstützung ist eine wichtige Hilfe in ihrem gewerkschaftlichen und gesellschaftlichen Kampf.

Mit besten und solidarischen Grüßen

Vorstand der Iranischen Gemeinde in Deutschland e.V.

Pressemitteilung: Zum Internationalen Tag der Arbeit 2025

By Allgemein, Presse & Mitteilungen, Pressemitteilungen

Der 1. Mai wird jedes Jahr in vielen Ländern der Welt als Tag der Arbeit begangen.

In diesem Jahr steht der 1. Mai in der Bundesrepublik Deutschland ganz im Zeichen der sich verschlechternden Arbeits- und Lebensbedingungen für Arbeiter:innen, die sich insbesondere unter dem Einfluss von folgenden Faktoren erschwert haben:

  • Die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten, die zu einem Anstieg der Energiekosten, einem Anstieg der Militärausgaben zu Lasten der Sozialleistungen und einem Rückgang der Kaufkraft der Bevölkerung geführt haben. Außerdem kann der Wirtschaftskrieg, einschließlich des Zollkriegs, das Leben der Arbeiter*innen in naher Zukunft zusätzlich verschlechtern.
  • Neoliberale Wirtschaftspläne, die unter anderem darauf abzielen, die Zahl billiger Arbeitskräfte zu erhöhen, unter dem Vorwand, auf den Weltmärkten konkurrenzfähig zu bleiben.
  • Der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz im Produktions- und Dienstleistungsbereich ohne Rücksicht auf die Interessen der Arbeitnehmer:innen, der zu grundlegenden Veränderungen in der Arbeitsorganisation und Beschäftigungspolitik geführt hat und zunehmend führen wird.

Unter dem Einfluss dieser Faktoren leiden Millionen von Menschen unter chronischer Arbeitslosigkeit, viele Erwerbstätige sind trotz Vollbeschäftigung  verarmt und sehen sich mit dem Risiko von Arbeitslosigkeit, prekäre  Beschäftigung, hohen Mieten, steigenden Energiekosten und sinkenden Sozialleistungen konfrontiert. Nach aktuellen Statistiken ist die Armutsquote in Deutschland im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und betrifft nun 15,5 Prozent der Bevölkerung. Frauen und vor allem Menschen mit Migrationsbiografie sind stärker unter Druck und arbeiten oft als Leiharbeiter:innen oder über Werkverträge bei  Vermittlern und Subunternehmen  zu niedriglöhnen. In dieser Situation erleben wir eine Bedrohung des sozialen Friedens und ein Erstarken populistischer und rassistischer Strömungen.

Auch im Iran findet der Internationale Tag der Arbeit in diesem Jahr unter den erschütternden Auswirkungen tiefgreifender wirtschaftlicher, sozialer, politischer und ökologischer Krisen statt. Millionen von Arbeitnehmer:innen – insbesondere Frauen und junge Menschen– sind arbeitslos, unter die Armutsgrenze gedrängt und verfügen über keinerlei Arbeitsplatz-, Einkommens- oder Existenzsicherheit. Die jüngste Explosionskatastrophe in Bandar Abbas, bei der zahlreiche Arbeitnehmer:innen ums Leben kamen, steht beispielhaft für die katastrophalen Arbeitsbedingungen und die dramatische Lage der Werktätigen im Land.

Angesichts dieser Situation unterstützen wir die Forderungen der Lohn- und Arbeitnehmer:innengewerkschaften in Deutschland, einschließlich des Kampfes gegen jede Form der Diskriminierung am Arbeitsplatz, insbesondere Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und des Geburtsortes, und fordern gleiche Rechte und Chancen für alle, insbesondere im Kontext der Veränderungen der Arbeitswelt durch die Digitalisierung. Darüber hinaus unterstützen wir die Forderungen der Gewerkschaften, dass die neue Bundesregierung das Sondervermögen gezielt für die Verbesserung der Infrastruktur und der Lebensbedingungen der Werktätigen in Deutschland einsetzt.

Wir unterstützen ebenso die Kämpfe der Arbeiter:innen und Werktätigen im Iran sowie ihrer offiziell verbotenen Gewerkschaften gegen arbeiterfeindliche Gesetze und sklavenähnliche Arbeitsbedingungen und für die Durchsetzung ihrer gewerkschaftlichen und politischen Rechte – einschließlich des Aufbaus einer säkularen, freien und gerechten Gesellschaft.

Wir unterstützen auch die Kämpfe der iranischen Arbeiter:innen und Werktätigen und ihrer offiziell verbotenen Gewerkschaften für die Durchsetzung ihrer gewerkschaftlichen und politischen Rechte, einschließlich des Aufbaus einer säkularen, freien und gerechten Gesellschaft.

 

Iranische Gemeinde in Deutschland

  1. Mai 2025

Über die Iranische Gemeinde in Deutschland e.V.

Die Iranische Gemeinde in Deutschland e.V. (IGD) ist ein bundesweit agierender Dachverband der iranischen und Iran-stämmigen Community, der im Jahr 2010 in Berlin gegründet wurde. Die IGD setzt sich satzungsgemäß u. a. für die Stärkung der Interessen von in Deutschland lebenden Menschen iranischer Herkunft und deren stärkere Integration sowie Partizipation ein. Der Verein ist unabhängig, überparteilich, überkonfessionell und an säkularen Werten orientiert.

Frohes Nowruz-Fest

By Allgemein

Zum Nowruz-Fest und Beginn des neuen Sonnenjahres 1404
gratulieren wir Ihnen und Ihren Familien herzlich.

Wir wünschen Ihnen, dass die Hoffnungen auf
persönliches Glück, Gesundheit und ErfolgWirklichkeit werden.

 

Pressemitteilung: Zum internationalen Frauentag 2025

By Allgemein, Pressemitteilungen

Berlin, 8. März 2025

Geschlechtergerechtigkeit muss gelebte Realität sein – nicht nur ein politisches Versprechen!

Der Internationale Frauentag ist nicht nur ein Symbol zur Würdigung von Frauen, sondern auch eine alljährliche Gelegenheit, kritisch zu hinterfragen, welche Fortschritte bei der Wahrung der Frauenrechte erzielt wurden und welche Herausforderungen noch vor uns liegen. Er erinnert Regierungen und Gesellschaften daran, dass Geschlechtergerechtigkeit und Frauenrechte nicht nur fundamentale Menschenrechte sind, sondern auch eine unumgängliche Verpflichtung. Dieser Tag mahnt uns alle an unsere politische und gesellschaftliche Verantwortung, Gleichberechtigung nicht nur in Worten, sondern vor allem in der Praxis wirksam und nachhaltig umzusetzen.

In Deutschland wurden wichtige Schritte zur Stärkung der Frauenrechte unternommen, sodass das Land international als Vorreiter der Geschlechtergerechtigkeit gilt. Dennoch liegt noch ein weiter und schwieriger Weg vor uns, um eine umfassende Gleichstellung von Frauen in Deutschland zu erreichen. Frauen sind weiterhin strukturellen Benachteiligungen in wirtschaftlichen, beruflichen, politischen und kulturellen Bereichen sowie im Management ausgesetzt – bis hin zur häuslichen Gewalt. Die zunehmenden Versuche rechtsextremer Kräfte, Frauenrechte einzuschränken, erschweren den Kampf gegen diese Ungleichheiten zusätzlich.

Besonders betroffen sind migrantische und migrantisierten Frauen, die nach wie vor mit intersektionaler Diskriminierung konfrontiert sind. Sie haben nicht dieselben Rechte und Chancen wie deutsche Staatsbürgerinnen und müssen sich gleichzeitig mit traditionellen, oft restriktiven Strukturen innerhalb ihrer eigenen Gemeinschaften auseinandersetzen.

Unsere Forderungen für eine gerechte Zukunft für Frauen in Deutschland, insbesondere für migrantische Frauen:

  • Stärkung von Empowerment-Programmen sowie Beratungs- und Unterstützungsangeboten für migrantische Frauen, um ihnen eine selbstbestimmte und sichere Zukunft zu ermöglichen.
  • Faire Arbeitsbedingungen und gleichberechtigte wirtschaftliche Teilhabe für alle:
  • Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern muss endlich geschlossen werden!
  • Erleichterung der Anerkennung ausländischer Abschlüsse, damit Migrantinnen ihre Qualifikationen nutzen und in ihren Fachbereichen arbeiten können.
  • Förderprogramme für migrantische Frauen als Unternehmerinnen und Fachkräfte, um ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit zu stärken.
  • Bildung und Alphabetisierung für geflüchtete Frauen:
    Viele geflüchtete Frauen hatten in ihren Herkunftsländern keinen Zugang zu Bildung. Deshalb fordern wir den Ausbau von Alphabetisierungs- und Grundbildungsprogrammen, um ihnen Wissen, Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.
  • Unterstützung beim Aufbau und Ausbau von Beratungsstellen für migrantische Frauen, die Schutz, Orientierung und Hilfsangebote bereitstellen.
  • Striktere gesetzliche Maßnahmen gegen intersektionale Diskriminierung, die Frauen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Herkunft und ihrer sozialen Stellung mehrfach benachteiligt.
  • Ein Ende der staatlichen Gleichgültigkeit gegenüber rassistischer und geschlechtsspezifischer Diskriminierung – die Regierung muss Verantwortung übernehmen und entschlossene Maßnahmen ergreifen!

Internationale Solidarität mit Frauen weltweit – insbesondere mit Frauen im Iran

In den letzten Jahren haben Kriege, Umweltkatastrophen, der weltweite Demokratieabbau und wirtschaftliche Krisen die Lage von Millionen Frauen weltweit verschärft. Besonders dramatisch ist die Situation der Frauen im Iran, die seit 46 Jahren unter massiven Menschenrechtsverletzungen leiden und ihrer grundlegendsten Rechte beraubt werden. Frauen, die sich gegen die repressiven Strukturen der Islamischen Republik zur Wehr setzen, riskieren Verhaftung, Folter und sogar die Todesstrafe. Die systematische Verletzung der Menschenrechte hat Tausende Frauen zur Flucht gezwungen. Diese Frauen verdienen Schutz und eine klare, entschiedene Reaktion der internationalen Gemeinschaft.

Unsere Forderungen für die Unterstützung iranischer Frauen:

  • Eine eindeutige und entschlossene politische Positionierung der deutschen Regierung zur Unterstützung iranischer Frauen.
  • Ein sofortiges Abschiebungsverbot für iranische Frauen, die aufgrund politischer Verfolgung oder geschlechtsspezifischer Diskriminierung geflohen sind.
  • Keine Kompromisse und keine Appeasement-Politik mit dem iranischen Regime auf Kosten der Sicherheit geflüchteter Frauen und ihrer Rechte!
  • Beschleunigung und gerechtere Verfahren für Asylanträge iranischer Frauen, die sich im Rahmen der Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“ mutig gegen Diktatur und Unterdrückung gestellt haben.
  • Erleichterung der Visavergabe und bessere Studienmöglichkeiten für iranische Studentinnen, um ihnen eine akademische und berufliche Perspektive in Deutschland zu ermöglichen.

Der Kampf für Frauenrechte geht weiter!

Die Errungenschaften, die sich Frauen in Deutschland bis heute erkämpfen konnten, sind keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis von Jahrzehnten des Kampfes in Politik, Gesellschaft und Kultur. Diese Fortschritte zu erhalten und weiter auszubauen, ist Aufgabe aller demokratischen Kräfte.

Über die Iranische Gemeinde in Deutschland e.V.

Die Iranische Gemeinde in Deutschland e.V. (IGD) ist ein bundesweit agierender Dachverband der iranischen und Iran-stämmigen Community, der im Jahr 2010 in Berlin gegründet wurde. Die IGD setzt sich satzungsgemäß u. a. für die Stärkung der Interessen von in Deutschland lebenden Menschen iranischer Herkunft und deren stärkere Integration sowie Partizipation ein. Der Verein ist unabhängig, überparteilich, überkonfessionell und an säkularen Werten orientiert.