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PRESSEMITTEILUNG: Abschied von Sayeh

By Allgemein, Presse & Mitteilungen, Pressemitteilungen

Anlässlich des Todes von Houshang Ebtehaj

Houshang Ebtehaj (H.E. Sayeh), ein großer Dichter, Lyriker, unvergleichlicher Librettist ­und Gründungsmitglied des ersten Iranischen Schriftstellerverbandes, ist im Alter von 95 Jahren in Köln von uns gegangen. Einer der immer um seine Heimat und deren Menschen besorgt war, schreibt noch während der anfänglichen Revolutionstage im Dezember 1979 im Iran in einem schönen Gedicht namens „Freiheit“:

Freiheit!

Du kommst vom blutigen Wege,

jedoch

während du näherkommst

zittere ich innerlich:

Welch ein Geheimnis verbirgst du in deiner Hand?

Was hat sich um deine Beine umschlungen?

 

Oh, Freiheit

Kommst du mit Ketten?

Das Leben zeigte, wie dieses begonnene Gefühl der Sorge und Angst um die Zukunft des Landes und der Menschen, deren Schmerz, Trauer und Freude er so wie ein Spiegel immer wieder in Form schönster und einfacher lyrischen Wortgebilde reflektiert und darstellte, der bitteren Wahrheit entsprach.

Sayeh ein begnadeter, wahrhaftiger und realistischer Dichter ausgestattet mit den feinen, schönen und kreativen Fähigkeiten setzte in seiner Arbeit die künstlerische Tradition fort und bewahrte das Vermächtnis der literarischen und Dichterkunst einiger Berühmtheiten Irans wie Khayyam, Ferdowsi, Molavi, Hafez und Saadi. Er war einer der angesehenen Schüler von Nima Yoshij, dem Vater der neuen und modernen Form der persischen Poesie.

Er leitete von 1972 bis 1978 als Programmdirektor der besonders wichtigen Musik-Sendung „Golha“ im Radio und gründete in dieser Zeit auch das „Anthologie-Musikprogramm der Woche“, wo er eine einflussreiche und aktive Rolle auf dem Gebiet der iranischen Musik gespielt hat.

Eine große Anzahl von mehreren Generationen von Iraner*innern lebten mit seiner Dichterkunst und waren mit seiner Poesie vertraut und es werden gewiss weitere Generationen von den Liebhabern der persischen Poesie nachkommen, welche die schöpferische Kraft und die Schönheit seiner Dichterkunst schätzen und lieben werden.

Mit dem Tod von Sayeh, dem feinfühlig realistischen und rationellen Dichter verlor ­der Iran einen der höchsten Vertreter zeitgenössischer persischen Poesie, der Jahrzehnte lang seine Zeit im Bereich Dichterkunst überstrahlte.

Die iranische Gemeinde in Deutschland spricht der Familie von Houschang Ebtehaj, den Freunden und allen iranischen Kulturliebhabern ihr aufrichtiges Beileid aus.

Du lebst in mir, ich in dir, wir werden niemals sterben

Du und ich mit Tausenden von anderen.

Diesen Weg gehen wir.

Der Sieg wird unser sein

Und der Morgen mit all den Freuden und des Glückes

 

Möge sein Andenken stets in Ehren bewahrt werden

Vorstand der Iranischen Gemeinde in Deutschland

PRESSEMITTEILUNG: Nein zum Krieg, Ja zum Frieden

By Allgemein, Presse & Mitteilungen, Pressemitteilungen

Aufruf der Iranischen Gemeinde in Deutschland e.V.

Nein zum Krieg, Ja zum Frieden

Die Menschen sehen sich erneut mit der großen Katastrophe eines blutigen, zerstörerischen und gefährlichen Krieges konfrontiert. Es geschieht leider nicht zum ersten Mal, dass ein Staat ein anderes souveränes Land gegen geltendes internationales Recht angreift und dabei Tod, Leid und Elend über die Menschen bringt. Am 24. Februar dieses Jahres wurde mit der illegalen Invasion des Territoriums des unabhängigen Staates Ukraine durch die Armee der Russischen Föderation ein schmerzlicher Schlussstrich unter den Frieden und die friedliche Koexistenz in Europa gezogen. Dieser Krieg hat bisher unzählige Opfer gefordert und 10 Millionen Menschen vertrieben.

Die Iranische Gemeinde in Deutschland e.V. hofft gemeinsam mit vielen internationalen Menschenrechts- und Friedensorganisationen inständig, dass diese Aggression und sinnlose Zerstörung in der Ukraine, der unerträgliche Schmerz und die Vernichtung der Existenzen von Millionen von Menschen so schnell wie möglich ein Ende findet.

Alle Staaten sind ausnahmslos verpflichtet, die in der Charta der Vereinten Nationen, des Europarates und der europäischen Menschenrechtskonvention verankerten Werte und Grundsätze sowie das Völkerrecht zu achten und zu respektieren. In der gegenwärtig traurigen und schmerzhaften Situation ist die Achtung der Rechtsstaatlichkeit und der Menschenrechte von besonderer und grundlegender Bedeutung und deren Einhaltung sollte gleichsam für alle betroffenen Menschen gelten, unabhängig von Hautfarbe und Staatsangehörigkeit. Aus diesem Grund verurteilen wir entschieden jede Form von Diskriminierung und jede Art von Rassismus im Umgang mit nicht-ukrainischen Geflüchteten, die in europäischen Ländern Zuflucht suchen, um dem Krieg zu entkommen und ihr Leben zu retten. Gleichzeitig möchten wir davor warnen, die russischstämmigen und russischsprachigen Menschen in Deutschland für diesen Angriffskrieg pauschal mitverantwortlich zu machen und sie rassistisch und diskriminierend zu behandeln.

Die Iranische Gemeinde in Deutschland e.V. setzt sich in ihren Projekten und gemeinsam mit anderen Migrant*innenorganisationen aktiv für ukrainische Geflüchtete sowie iranischen Staatsbürger*innen ein, die in der Ukraine studiert oder gearbeitet haben.

Wir rufen alle iranstämmigen Menschen und Iraner*innen in Deutschland auf, alles zu tun, um den Menschen, die aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet sind, zu helfen – ganz im Sinne des poetischen Meisterwerks Golestan (Rosengarten), in dem der berühmte persische Dichter Saadi bereits im 13. Jahrhundert die Solidarität der Menschen über alle Grenzen hinweg beschworen hat:

Als Adams Nachfahr’n sind wir eines Stammes Glieder

Der Mensch schlägt in der Schöpfung als Juwel sich nieder

Falls Macht des Schicksals ein Organ zum Leiden führt,

Sind alle Andern von dem Leid nicht unberührt

Wenn niemals Du in Sorge um den andern brennst,

Verdienst du nicht, dass Du Dich einen Menschen nennst

 

Vorstand der Iranischen Gemeinde in Deutschland e.V.

Rassismus und Mehrfachdiskriminierung in Coronazeiten

By Abgeschlossene Projekte, Projekte No Comments
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ADS berichtete im Mai 2021, dass der Beratungsbedarf wegen Diskriminierungen in der Pandemiezeit stark angestiegen ist. Besonders viele Fälle von Diskriminierungen gab es demnach aufgrund von Behinderung und wegen (zugeschriebener) ethnischer Herkunft. Dabei wurden Mehrfachdiskriminierungen (Intersektionalität) berücksichtigt.
Ein Forschungsprojekt der Humboldt-Uni Berlin zeigt auf, wie stark der anti-asiatische Rassismus in der Pandemiezeit in Deutschland gestiegen ist.
Dies sind zwei Beispiele, die zeigen wie wichtig es ist, sich dem Thema Rassismus und Mehrfachdiskriminierung in Coronazeiten zu widmen. Das wollen wir durch die Erstellung von Kurzfilmen, die die Sicht von Betroffenen zeigen, sowie in zwei Workshops tun.
Teil 1: Kurzfilme 
Von Rassismus und Mehrfachdiskriminierung Betroffene berichten von ihren Erfahrungen in der Coronazeit und ihrem Umgang damit. Ziel ist es, die erfahrenen Diskriminierungen sichtbar zu machen sowie empowernde Strategien zu entwickeln. Hierbei soll es sowohl um Diskriminierungsfälle in Deutschland gehen, die von Vertreter:innen der Mehrheitsgesellschaft ausgehen als auch um Diskriminierung durch Vertreter:innen der eigenen Herkunftsgesellschaft (z.B. aufgrund von Weltanschauung/Religion). Ein besonderer Schwerpunkt wird die Diskriminierung im Internet durch Hate Speech sein.
Teil 2: Workshops
Die Workshops sollen die in den Kurzfilmen behandelten Themen aufgreifen und vertiefen. Sie werden im November online stattfinden. Ein Schwerpunkt soll dabei auf Hate Speech und auf der Rolle der Institutionen und Organisationen liegen, die aktiv sind in der Unterstützung beim Aktivismus gegen Rassismus und Mehrfachdiskriminierung.
Zwei Workshops sind geplant:
  1. Empowerment-Workshop für von Rassismus und Mehrfachdiskriminierung Betroffene.
  2. Rassismus und Mehrfachdiskriminierung in der Coronazeit und die Stärkung der eigenen Haltung für alle.
Das Projekt wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert.
Filme und Podcasts des Projekts „Rassismus und Mehrfachdiskriminierungen in Coronazeiten“
Projektleitung: Carola Diallo
Film- und Podcastproduktion: Telly Diallo VISUALS
Graphic Credits Projektbild: Miriam Jacquiot

1. Interview: Mohsen erzählt von seinen Erlebnissen auf seiner langen Reise aus Iran über Serbien bis nach Berlin

2. Interview: In diesem Podcast schildert uns Marie* die Erfahrungen, die sie seit ihrer Ankunft in Deutschland vor vielen Jahren in der Schule ihrer Kinder und in ihrer Nachbarschaft sowohl in der Stadt als auch im Dorf gemacht hat.

*die Namen wurden geändert

3. Interview: Azade* hat es mit viel Energie geschafft: Sie und ihre Familie haben sich in den letzten Jahrzehnten erfolgreich ein Leben in Deutschland aufgebaut. Aber wo sieht sie die Herausforderungen und Schwierigkeiten?

*die Namen wurden geändert

4. Interview: Danial Ilkhanipour ist SPD-Bürgerschaftsabgeordneter in Hamburg. Das Engagement gegen Rassismus ist ihm eine Herzensangelegenheit.

Fördermittelgeber & Partner

Ansprechpartnerin

Carola Diallo, Projektleiterin

Carola Diallo ist bei der IGD für das Projekt „Rassismus und Mehrfachdiskriminierung in Coronazeiten“ verantwortlich.

Sie arbeitet seit 15 Jahren als Projektmanagerin im internationalen Non-Profit-Bereich, davon zehn Jahre im Afrikareferat der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind internationale Zusammenarbeit sowie Migration und Teilhabe. Als Trainerin für Diversity und Social Justice vermittelt sie in Bildungseinrichtungen Kenntnisse zu Kategorien der Vielfalt (Diversity) und dem Engagement gegen Diskriminierungen.

BUNA

By Laufende Projekte No Comments

Im BUNA-Projekt, „Begleitung und Unterstützung neuzugewanderter Afghaninnen und Afghanen“, vermitteln wir Patenschaften zwischen neuzugewanderten Menschen aus Afghanistan und Alteingesessenen, um den Neuankömmlingen durch gezielte, individuelle Betreuung schnellstmöglich ein eigenständiges Leben und gesellschaftliche Teilhabe in Deutschland zu ermöglichen.

Die Patenschaften umfassen eine Laufzeit von ca. 10 Monaten und können folgende Themen beinhalten:

  • Gemeinsame Freizeit & kulturelle Aktivitäten
  • Unterstützung beim Spracherwerb
  • Vermittlung an Fachstellen bei rechtlichen oder medizinischen Fragen
  • Hilfe bei der Eingliederung in den deutschen Arbeitsmarkt

Den zeitlichen Rahmen der Patenschaft bestimmen die Mentor*innen mit Ihrem Mentees. Zusammen können Sie auch besprechen, welche Themen für Sie besonders wichtig sind und Erwartungen abklären.

Den Mentor:innen und den Mentees bieten wir parallel Weiterbildungen und Workshops zu verschiedenen Themen an und bieten Raum für Begegnungen und Erfahrungsaustausch.

Seit der Machtübernahme der Taliban sind neben ethnischen Minderheiten wie den Hazara oder Tadschiken vor allem Frauen- und Menschenrechtler, Nichtmuslime und Schiiten, sowie afghanische Ortskräfte auf der Flucht.  Da ohne die Aktivisten und Ortskräfte das Engagements Deutschlands in Afghanistan ebenso wie die durchaus erzielten Fortschritte der vergangenen 20 Jahre, insbesondere in Hinblick auf Frauen- und Menschenrechte, nicht möglich gewesen wären, sollte diesen Menschen eine ganz besondere Aufmerksamkeit zukommen, die eine schnelle gesellschaftliche Einbindung möglich macht.

Fördermittelgeber & Partner

Ansprechpartnerin

Sanaz Khadem Saba, Projektleiterin

Schon lange liegt ein Schwerpunkt der Arbeit von Sanaz Khadem Saba, Diplom Produkt-Designerin, auf der Bearbeitung von Empowermentkonzepten zum Thema Integration und gesellschaftlicher Teilhabe von bildungsbenachteiligten Menschen. Seit 2015 ist sie Hauptberuflich in der Flüchtlingsintegration aktiv. Sie hat durch verschiedene Fortbildungen (u.a. Fortbildung zur interkulturellen MiMi-Mediatorin für Gewaltprävention sowie Qualifizierung als Sozialbetreuerin der Asyl- und Flüchtlingshilfe) und in der Praxis gelernt, was es bedeutet, Menschen beim Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe zu unterstützen und ihnen neue Perspektiven aufzuzeigen. Das Spektrum ihrer bisherigen Tätigkeit reicht von der Beratung in Amtsfragen über die Schulung von sprachlichen und kulturellen Fertigkeiten, bis hin zur Weitervermittlung an Beratungsstellen zur Verarbeitung von Gewalterfahrungen.

Tel.: 030 755 487 27

E-Mail: Sanaz.khademsaba@iranischegemeinde.de

BAMgA Image-Film

By Allgemein

BAMgA ist die Bundesallianz der MOs gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit. Die Iranische Gemeinde in Deutschland ist eines der Gründungsmitglieder dieser Allianz. Die BAMgA wird durch das BAMF gefördert.

Bundesallianz der MOs gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit

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Die Bundesallianz der Migrantenorganisationen gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit, kurz BAMgA, ist ein bundesweiter Verbund vielgestaltiger migrantischer Organisationen, der am 30.06.2021 gegründet wurde. An der Gründung waren zehn Migrant:innenorganisationen aus verschiedenen Regionen Deutschlands beteiligt, darunter auch die Iranische Gemeinde in Deutschland e. V.

Die BAMgA hat sich am 27.10.2021 bei der ersten offiziellen Veranstaltung öffentlich vorgestellt. Die Sprecher:innen des ersten Koordinierungsgremiums, Diana Sandler und Ehsan Djafari, haben bei der Konferenz anlässlich der Gründung der Presse und zahlreichen Gästen die Rolle und die Entstehung der Initiative dargelegt, die das Ergebnis von 15 Jahren Netzwerkarbeit migrantischer Organisationen ist.

Die Entwicklung einer eigenen Website befindet sich in Arbeit und mit der Erstellung einer Broschüre und dem Dreh eines Imagefilms präsentiert sich die BAMgA der Öffentlichkeit. Durch Seminare, Workshops und Vernetzungstreffen möchten wir den Bekanntheitsgrad der BAMgA weiter steigern und die Relevanz des fortwährenden Kampfes gegen Antisemitismus immer wieder vor Augen führen. Die BAMgA freut sich stets über neue Mitglieder.

Die Finanzierung der BAMgA läuft vom 01.10.2021 – 30.04.2022 über die Iranische Gemeinde in Deutschland e. V., die dafür vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert wird. Bei Fragen zur BAMgA kontaktieren Sie gern die Geschäftsstelle der Iranischen Gemeinde in Deutschland e. V.

Fördermittelgeber

Partnerorganisationen

Ansprechpartner

Ehsan Djafari, IGD Vorstandssprecher

Tel.: 030 755 487 27

E-Mail: ehsan.djafari@iranischegemeinde.de

Bildergalerie

Auftaktveranstaltung der BAMgA am 27.10.2021 in Berlin und Vernetzungstreffen West am 31.03.2022

Forschungsprojekt: Zwischen Gründungsboom und Nachwuchssorgen

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Unser Projekt „Zwischen Gründungsboom und Nachwuchssorgen: Perspektiven und Potentiale einer gelingenden Kooperation zwischen Migrant:innenselbstorganisationen und migrantischen Jugendinitiativen“ wird als Forschungsprojekt unter dem Themenschwerpunkt Soziale Ungleichheit von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt gefördert.

Beteiligte Organisationen und Personen neben der IGD sind:

  •  Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM)
  • djo – Deutsche Jugend in Europa Bundesverband e.V.
  • Prof. Dr. Birgit Jagusch (TH Köln)
  • Dr. Nina-Kathrin Wienkoop (Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung)

Projektlaufzeit:

01.05.2022 – 31.03.2023

Was haben wir konkret vor?

In einer mehrstufigen empirischen Untersuchung (teilnehmende Beobachtung, leitfadengestützte Interviews, World Café, Reallabor) möchten wir die Konflikte und Potentiale in der Zusammenarbeit zwischen migrantischen Jugend- und Erwachsenenverbänden analysieren. Unsere Ergebnisse wollen wir nutzen, um Vorschläge zu entwickeln, wie diese Kooperation zur nachhaltigen Stärkung des Engagements gelingen kann.

Welche Ergebnisse erwarten wir?

Unsere Erfahrungen aus der Praxis sowie neuere Untersuchungen lassen vermuten, dass sich hinsichtlich der Organisationsform, aber auch der thematischen Schwerpunkte deutliche Unterschiede zwischen Erwachsenen- und Jugendverbänden erkennen lassen. Das betrifft besonders den Wandel im Verständnis von Engagement und Ehrenamt sowie Fragen und Aushandlungen der eigenen (postmigrantischen) Identität.

Fördermittelgeber & Partner

Ansprechpartner:innen

Anne-Marie Brack, Projektleiterin

Anne-Marie Brack hat Islamwissenschaft, Politikwissenschaft und Soziologie in Freiburg, Isfahan und Princeton studiert und während ihres Studiums als studentische und wissenschaftliche Hilfskraft an verschiedenen Instituten gearbeitet. Sie war mehrere Jahre in Berlin als Sprachmittlerin für Persisch tätig und arbeitet freiberuflich als Dozentin. Neben ihrer Arbeit als Projektleiterin bei der IGD arbeitet Anne-Marie an ihrer Promotion im Fachbereich Iranistik.

Tel.: 030 755 487 27

E-Mail: anne-marie.brack@iranischegemeinde.de

Integrationslotsinnen und Integrationslotsen Charlottenburg-Wilmersdorf

By Laufende Projekte No Comments

Integrationslotsinnen und Integrationslotsen Charlottenburg-Wilmersdorf

Das Team der Integrationslotsinnen und -lotsen in Charlottenburg-Wilmersdorf unterstützt Menschen mit Flucht- und Migrationsbiographie beim Ankommen in Berlin.

Unser Ziel ist es als Sprach- und Kulturmittelnde (neu-)zugewanderten Menschen in unserem Bezirk Orientierung zu bieten und somit zu einer besseren gesamtgesellschaftlichen Verständigung beizutragen.

Unser Angebot umfasst:

  • offene Sprechstunden in unseren Räumen im Pangea-Haus sowie in unterschiedlichen Nachbarschaftseinrichtungen im Bezirk (Haus der Nachbarschafft, Ulme 35) sowie vereinzelt auch in Schulen,
  • die Begleitung u.a. zu Ämtern und Behörden oder Schulen und Kitas,
  • Vermittlung zu fachspezifischen Beratungsstellen, Einrichtungen und Institutionen,
  • Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen und Formularen (Jobcenter, Kindergeld, Wohngeld etc.),
  • Information zu Freizeitangeboten, Hilfe bei der Deutschkurssuche und alltäglichen Fragen des Lebens

Unser Unterstützungsangebot ist vertraulich und kostenlos.

Wir beraten in folgenden Sprachen: Arabisch, Persisch (Farsi/Dari), Kurdisch (Sorani/ Kurmandschi), Türkisch, Bulgarisch, Englisch, Chinesisch, Russisch, Lettisch, Serbokroatisch/Bosnisch, Rumänisch und Romanes.

Neben ihrer Funktion als Sprachmittler:innen fungieren die Integrationslots:innen aufgrund ihrer eigenen Migrationsbiographie auch als Kulturmittler:innen und tragen auf diese Weise zu einer besseren gesamtgesellschaftlichen Verständigung bei. Ihre Aufgabe besteht darin, Menschen mit Flucht- und Migrationsbiographie beim Ankommen in Berlin zu begleiten, aber auch Menschen, die schon seit längerer Zeit in Deutschland leben, bei alltäglichen Fragen des Lebens zu unterstützen und Orientierung zu bieten. In ihren regelmäßigen Sprechstunden im Bezirk erläutern die Integrationslots:innen Vorgänge des alltäglichen Lebens in Deutschland und beraten zu allen wichtigen Unterstützungs- und Hilfsangeboten in Berlin, unterstützen bei der Deutschkurssuche und dem Ausfüllen von Anträgen, begleiten zum Jobcenter, Sozialamt, zur Kita oder Schule und informieren über Freizeitangebote und vieles mehr. Im Rahmen wöchentlicher Treffen gemeinsam mit der Teamleitung kommen alle Integrationslots:innen zusammen, tauschen sich über ihre Erfahrungen in der Arbeit aus, klären offene Fragen und erarbeiten gemeinsam Themen, die für die Beratungspraxis relevant sind. Die Qualifikation für die Arbeit als Integrationslots:in erfolgt durch verschiedene Schulungen im Landesrahmenprogramm. Fachlich werden die Integrations:lotsinnen von der Teamleitung begleitet und unterstützt und persönlich in ihrer beruflichen Weiterentwicklung gefördert.

Fördermittelgeber:in

Das Projekt Integrationslotsinnen und Integrationslotsen Charlottenburg-Wilmersdorf wird aus Mitteln der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales im Landesrahmenprogramm Integrationslotsinnen und Integrationslotsen Berlin gefördert.

Ansprechpartner:innen

Laura Montanaro, Teamleiterin

Laura Montanaro ist als Teamleiterin im Landesrahmenprogramm Integrationslotsinnen und Integrationslotsen bei der IGD für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf tätig. Sie besitzt einen Bachelor (B.A.) in Medien- und Eventmanagement und studiert aktuell M.A. Kultur, Ästhetik und Medien. Sie absolvierte zusätzlich eine Ausbildung im Bereich Öffentlichkeitsarbeit in Manchester, Großbritannien und ist gelernte Fremdsprachenkorrespondentin (Englisch). Sie ist für die Koordination des Projekts sowie die fachliche Begleitung der Integrationslots:innen im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zuständig und war bereits in mehreren Projekten der IGD tätig.

Mobil: 0157 520 516 54

E-Mail: integrationslotsen@iranischegemeinde.de

Varvara Kulik, Teamleiterin 
Varvara Kulik ist als Teamleiterin im Landesrahmenprogramm Integrationslotsinnen und Integrationslotsen bei der IGD für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf tätig. Dank ihrem eigenen Migrationshintergrund sowie dem Praktikum in der Freiwilligenagentur der Stadt Amberg konnte sie wertvolle Erfahrungen im Bereich Integration sammeln. Sie studierte Kulturwirtschaft mit den Schwerpunkten interkulturelle Kommunikation und Soziologie an der Universität Passau (B. A.). Zusätzlich absolvierte sie ein Fernstudium der Kulturwissenschaft (M. A.) mit dem Schwerpunkt deutschsprachiger Kulturraum an der Staatlichen Universität Sankt Petersburg. Sie ist für die Koordination des Projekts sowie fachliche Begleitung der Integrationslots:innen im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zuständig.
Mobil: 0157 521 001 62

Jeannie Klockenbring,  Teamleiterin (In Elternzeit)

Jeannie Klockenbring ist als Teamleiterin im Landesrahmenprogramm Integrationslotsinnen und Integrationslotsen bei der IGD für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf tätig. Sie studierte im Bachelor Soziale Arbeit in Berlin und begann sich bereits während ihres Studiums im Zuge der Flucht- und Migrationsbewegungen von 2015/2016 ehrenamtlich für geflüchtete Menschen zu engagieren. Ab 2016 übernahm sie für ein paar Jahre die Projektkoordination für ein Patenschaftsprojekt für Menschen mit Flucht- und Migrationsbiographie im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und begleitete auf diese Weise (neu-) zugewanderte Menschen beim Ankommen in Berlin. Seit Juli 2021 leitet sie das Team der Integrationslots:innen in Charlottenburg-Wilmersdorf. Sie ist für die Koordination des Projekts sowie die pädagogische und fachliche Begleitung der Integrationslots:innen im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zuständig.

Mobil: 0157 521 001 62

E-Mail: integrationslotsen@iranischegemeinde.de

Danijela Clerc

Sprache: Serbokroatisch, Bosnisch

Danijela Clerc
Sprache: Serbokroatisch, Bosnisch
Tel: 0157 520 369 55

David Cobzaru

Sprache: Rumänisch/Romanes

Name: David Cobzaru
Sprache: Rumänisch/Romanes
Tel: 0157 53063829

Mahtab Ebrahimzadeh

Sprache: Persisch

Name: Mahtab Ebrahimzadeh
Sprache: Persisch
E-Mail: mahtab.ebrahimzadeh@iranischegemeinde.de
Tel: 0177 394 63 78

Mufida Hamo

Sprache: Arabisch

Mufida Hamo
Sprache: Arabisch
Tel: 0157 520 369 33

Neda Alimardani

Sprache: Persisch, Türkisch

Neda Alimardani
Sprache: Persisch, Türkisch
Tel: 0157 521 000 19

Radwan Abu Fakher

Sprache: Arabisch, Englisch

Radwan Abu Fakher
Sprache: Arabisch, Englisch
Tel: 0157 521 001 21

Raja Alaoui

Sprache: Arabisch

Raja Alaoui Mazouzi
Sprache: Arabisch
Tel: 0157 521 000 95

Samer Albunni

Sprache: Arabisch, Chinesisch, Englisch

Samer Albunni
Sprache: Arabisch, Chinesisch, Englisch
Tel: 0157 520 999 88

Shirin Vahidinova

Sprache: Bulgarisch, Türkisch

Shirin Vahidinova
Sprache: Bulgarisch, Türkisch
Tel: 0157 520 368 88

Vita Luse

Lettisch, Russisch

Vita Luse
Sprache: Lettisch, Russisch
Tel: 0157 520 369 26

Seddigh Pourmardani

Sprache: Persisch, Kurdisch, Türkisch

Seddigh Pourmardani
Sprache: Persisch, Kurdisch, Türkisch
Tel: 0157 520 369 22

Elena Günther

Sprache: Russisch, Ukrainisch

Elena Günther
Sprache: Russisch, Ukrainisch
Tel.: 0177 6911089

Sprechstunden der Lots:innen

1. Mai Tag der Arbeit

By Allgemein

Dieses Jahr steht der 1. Mai im Zeichen des Krieges in der Ukraine und weiterhin der Pandemie. Die Lohnabhängigen haben mit erhöhten Lebensmittel- und Energiepreisen, Massenentlassungen, Union Busting, und hohen Mieten zu kämpfen. Menschen, die in den prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt sind und ein geringes Einkommen beziehen, können kaum von ihrem Gehalt leben und sind auf Aufstockung bei der Grundsicherung angewiesen. Fast jede:r Fünfte ist laut Umfragen im Niedriglohnsektor beschäftigt. Insbesondere sind Menschen mit Migrationsbiografien davon betroffen und werden auch oft als Leiharbeiter:innen oder über Werkverträge zu Dumpinglöhnen beschäftigt.

Auch die iranische Community leidet unter diesen Umständen.

Die Schere zwischen arm und reich klafft weiter auseinander. Während die geplanten höheren Militärausgaben und ihre Folgen die Wirtschaft und die Mehrheit der Haushalte stark belasten und dadurch viele Menschen von Armut bedroht sind, gibt es Krisengewinner, die sich in dieser Situation zum Teil weiterhin unermesslich bereichern werden.

Es ist jetzt an der Zeit, nochmals die Frage aufzuwerfen, wie wir unsere Gesellschaft bei all diesen Herausforderungen gerechter, nachhaltiger und solidarischer entwickeln und gestalten wollen. Denn eins ist sicher, die massiven Kosten der notwendigen und unaufschiebbaren Transformationsprozesse wie Klimaschutz, Digitalisierung und Gestaltung der Migrationsgesellschaft können nicht allein von den arbeitenden Menschen und deren Kindern in der Zukunft getragen werden. Wir brauchen mehr Solidarität, Gerechtigkeit und Chancengleichheit. Es geht um nichts weniger als die Erhaltung und Weiterentwicklung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.

Frauen in Aktion

By Laufende Projekte No Comments

Unser bundesweites Projekt „Frauen in Aktion“ richtet sich an Frauen mit Fluchterfahrung und motiviert sie und ihre Kinder zur Wahrnehmung verschiedener Sport- und Freizeitangebote und zu einer aktiven Mitgliedschaft in Vereinen.

Dabei wird eine möglichst große Bandbreite an Sportarten und Freizeitaktivitäten abgedeckt.

Durch die Zusammenarbeit zwischen sieben Verbundpartnern aus verschiedenen Regionen Deutschlands wird ein Netzwerk aus ehrenamtlichen Vereinslotsinnen aufgebaut. Diese fungieren als Brückenbauerinnen zwischen Sportvereinen auf der einen und Frauen und Mädchen mit Fluchterfahrung auf der anderen Seite.

Was wollen wir gemeinsam mit und für Frauen mit Fluchterfahrung und ihre Kinder erreichen?

  • Wir schaffen Zugänge zu vorhandenen Freizeit- und Sportangeboten.
  • Wir konzipieren gemeinsam mit den Vereinen bedürfnisorientierte Angebote
  • Wir fördern das ehrenamtliche Engagement u.a. als Übungsleiterin, Trainerin oder Vorständin.
  • Wir stärken gesellschaftliche Teilhabe.
  • Wir schulen Vereine in Kultur- und gendersensibler Praxis.
  • Wir evaluieren und entwickeln regelmäßig unser Programm weiter.
  • Wir unterstützen die Sichtbarkeit unserer Communities.

Projektlaufzeit:

01.01.2022 – 31.12.2022

Kontakt:

Vinda Gouma vinda.gouma@iranischegemeinde.de

Um auf dem Laufenden zu bleiben, folgt uns hier:

facebookInstagram

Flyer

Du bist eine sportbegeisterte Frau und sprichst bestenfalls noch eine andere Sprache als Deutsch?

Wir suchen dich!

Hast du Lust:

  • andere Frauen für deine Lieblingssportart zu begeistern?
  • dich mit Frauen mit diversen Herkunftsgeschichten auszutauschen?
  • dich gemeinsam mit anderen starken Frauen weiterzubilden im Themenfeld Frauen*Körper*Gesundheit und das ganze transkulturell?

Dann werde Vereinslotsin beim Projekt Frauen in Aktion!

Wie das geht?

Du bist in einem Sportverein aktiv und begleitest aktiv interessierte geflüchtete Frauen beim Einstieg in deinen Verein.

Was genau heißt das?

Du stehst mit geflüchteten Frauen in regelmäßigem Austausch, suchst das passende Sport-Freizeitangebot für sie und checkst, ob es struktureller Unterstützung bedarf. Darüber hinaus könnt ihr mögliche Themen für spannende Begleitveranstaltungen sammeln, die die lokale Projektkoordination nach Möglichkeit in die Praxis umsetzt.

Teil deiner Aufgabe als Vereinslotsin ist somit der regelmäßige Austausch mit den Frauen sowie die Rückmeldung an die Projektkoordination. Wir rechnen mit einem Zeitaufwand von 1-2 Stunden pro Woche.

Dafür gibt’s:

  • Ein großartiges begleitendes Weiterbildungsprogramm
  • Spannende Kontakte zu anderen starken Frauen
  • Neue Perspektiven auf deine Lieblingssportart
  • Netzwerken mit anderen sportbegeisterten Frauen aus anderen Vereinen
  • Eine Aufwandsentschädigung von 180 € im Monat*

Interessiert?

Dann melde dich bei vinda.gouma@iranischegemeinde.de oder carlotta.hack@verband-dsh.de

Du findest uns auf:

Facebook & Instagram

 

*kompatibel auch mit dem Erhalt von Sozialleistungen

Fördermittelgeber:in

Partnerorganisationen

Kooperiert wird im Rahmen des Projekts mit folgenden (Sport-)Vereinen:

Karte

Ansprechpartnerin

Vinda Gouma, Projektleiterin

Vinda Gouma ist als Projektleiterin für das Projekt „Frauen in Aktion“ für die IGD tätig.

Sie ist ausgebildete Juristin mit Abschlüssen aus Berlin und Damaskus. Sie hat mehrjährige Erfahrungen in der Arbeit in Entwicklungsprojekten in Deutschland und in Syrien.

Migration, Integration, Frauen-Empowerment und Diversität sind ihre Schwerpunkte, mit denen sie sich in ihren Projekten intensiv beschäftigt und in Artikeln als freiberufliche Schriftstellerin auseinandersetzt.

E-Mail: frauen.in.aktion@iranischegemeinde.de