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"Stammtisch goes virtuell"

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„Stammtisch goes virtuell“

 

Obwohl wir gerade alle das gleiche Schicksal teilen, zuhause mit möglichst wenig sozialen Kontakten die nächsten Wochen zu verbringen, müssen wir auf Austausch und nettes Beisammensein nicht verzichten. Der Stammtisch der jungen Iraner*innen in Berlin verlässt die Bars und Restaurants der Hauptstadt und trifft sich vorerst im virtuellen Raum.
Ab sofort wollen wir uns alle zwei Wochen auf Zoom versammeln und schauen, wie wir uns in dieser nicht einfachen Zeit gegenseitig unterstützen können. Die Moderation übernimmt Susan Zare aus Köln und auch der ein oder andere Gast wird uns besuchen. Auch alle Nichtberliner
sind herzlich willkommen sich uns anzuschließen! Lasst uns die Chance nutzen vom Wohnzimmer aus zusammenzurücken und füreinander da zu sein. Solltet ihr Fragen oder Themenvorschläge haben, wendet euch gern an die Projektleiterin Anne-Marie Brack (anne-marie.brack@iranischegemeinde.de). Die nächsten Termine werden auf Facebook und Instagram bekannt gegeben.

 

Absage und Verschiebung von Veranstaltungen

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Absage und Verschiebung von Veranstaltungen

 

Die IGD hat derzeit alle geplanten Veranstaltungen bis Ende Mai 2020 abgesagt. Wir bewerten die Lage jede Woche neu und werden die Alternativtermine so planen, dass sie dann auch stattfinden können und nicht ein weiteres Mal verschoben werden müssen. Aktuell versuchen wir uns auch an neuen digitalen Beteiligungsformaten und planen diese eventuell auf Veranstaltungsformate zu übertragen. Wir werden Sie rechtzeitig über die weiteren Entwicklungen informieren.

Coronakrise-Hotline

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Coronakrise-Hotline

 

Auch in Zeiten der Coronakrise wollen wir ein Maß an Normalität und Alltag gewährleisten, weshalb wir unsere monatlichen Newsletter über die Aktivitäten der IGD und Projekte weiter versenden. Da die IGD-Geschäftsstelle sich derzeit komplett im Homeoffice befindet und auch das Vereinslokal vorerst bis nach den Osterfeiertagen geschlossen ist, sowie alle Aktivitäten verschoben sind, werden wir auch weiter über wichtige Entwicklungen um das Coronavirus berichten. Wir sind per Mail aber jederzeit weiter zu erreichen und beantworten auch gerne Ihre Fragen.

Wir möchten unser Angebot wiederholen: Wenn Sie zur Risikogruppe gehören und niemanden in der unmittelbaren Nachbarschaft haben, der für Sie Einkäufe erledigt oder andere dringende Besorgungen, so teilen Sie uns dies bitte unter der Adresse corona_hilfe@iranischegemeinde.de mit. Wenn Sie möchten, dass wir uns bei Ihnen telefonisch melden, dann schreiben Sie uns, ob Sie einen Anruf auf Persisch oder Deutsch wünschen unter Angabe Ihrer Telefonnummer. In diesen Zeiten, in denen wir die Sozialkontakte auf das Minimum reduzieren müssen, können Telefongespräche jederart Inhalts hilfreich sein.

Teilnahme an einer Initiative gegen Coronakrise

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Teilnahme an einer Initiative gegen Coronakrise

Seit Freitag, den 27.03.2020, können Selbstständige und Kleinunternehmen sowie sog. Soloselbstständige, die aufgrund der Coronakrise unter Liquiditätsengpässen leiden bei der Berliner Investitionsbank nichtrückzahlbare Zuschüsse beantragen. https://www.ibb.de/de/startseite/startseite.html. Die IGD nimmt an einer Initiative der Berliner Integrationsbeauftragten teil und wir bieten Hilfe bei der Antragsstellung von Anträgen an. Bitte melden Sie sich unter corona_hilfe@iranischegemeinde.de

 

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Internationaler Frauentag – Weltfrauentag

By Presse & Mitteilungen, Pressemitteilungen

Die Iranische Gemeinde in Deutschland e.V. (IGD) erinnert an den Internationalen Frauentag am 08. März 2020, der seit 2019 in Berlin gesetzlicher Feiertag ist.

Auch bekannt als Frauenkampftag geht die Genese zurück auf die Forderungen von sozialistischen Organisationen in Europa vor dem 1. Weltkrieg nach einer Gleichberechtigung und Emanzipation von Arbeiterinnen. Der Weltfrauentag wurde erstmals 1921 gefeiert und blickt damit auf eine fast hundertjährige Tradition zurück. Trotz erheblicher Fortschritte und Erfolge in einigen Ländern kann noch immer nicht von einer Gleichberechtigung der Frau gesprochen werden, wenn selbst in fortschrittlichen Demokratien, Frauen in Spitzenpositionen unterrepräsentiert sind oder weniger Gehalt für gleichwertige Arbeit erhalten. MeToo und die Existenz von Equal Pay Day zeigen die weltweit andauernde Ungleichheit. Daran ändert auch nichts, dass in Deutschland seit 16 Jahren eine Frau das Amt der Bundeskanzlerin ausfüllt und fast eine ganze Generation den Amtssitz nur als Bundeskanzlerinnenamt kennt.

Im Andenken an den Weltfrauentag organisierte die IGD schon am 22.02.2020 in Berlin im Rahmen des Wertedialogs die künstlerische Performance der jungen Laienschauspielgruppe Eshil-Group mit dem Titel „Die blauen Mädchen“. Hiermit erinnerte die Gruppe nicht nur an das Schicksal eines jungen Mädchens im Iran, dass sich vor Jahresfrist selbst aus Protest gegen das Stadionverbot für Frauen bei Fußballspielen öffentlich verbrannte. Farzaneh Kazemi, die Regisseurin des Stücks und gebürtige Kabulerin, macht deutlich; „Wir wollten damit natürlich auf die Unterdrückung der Frau in Afghanistan, Iran und weltweit aufmerksam machen.“

Zahlreiche Proteste iranischer Frauen mit starker Symbolkraft, u. a. das „Blaue Mädchen“ sowie „Die Töchter der Revolutionsstraße“, deuten auf verheerende Situation iranischer Frauen hin. Staatlich verordnete Kleiderordnung, Geschlechtertrennung, benachteiligende Gesetze und Praktiken und institutionalisierte im kulturellen, sozialen, politischen und wirtschaftlichen Bereich sind einige Aspekte der Unterdrückung der Frauen im Iran.

Wir glauben, dass starke Frauen die Voraussetzung für starke Gesellschaften sind und für Farzaneh Kazemi sind neben der politischen Kultur oder rechtlichen Verboten von Regierungen, insbesondere die patriarchalen Gesellschaftsstrukturen das größte Hindernis bei der Emanzipierung der Frau.  „Schließlich besteht für Frauen in meiner Heimat Afghanistan kein Kopftuchgebot. Trotzdem müssen viele Frauen das Kopftuch auf Geheiß ihrer Männer oder patriarchaler Strukturen tragen“, so Kazemi weiter.

Im Andenken des Weltfrauentages verurteilen wir aber auch die aktuellen Vorkommnisse an der türkisch-griechischen Grenze. Es sind insbesondere Frauen und Kinder, die unter den unmenschlichen Verhältnissen in Flüchtlingslagern auf griechischen Inseln oder durch den Tränengasbeschuss an der Grenze leiden. Diese hässliche Fratze der Unmenschlichkeit sollte nicht das Erste sein, was Geflüchtete auf der Suche nach einer besseren Zukunft in Europa von Europäern zu Gesicht bekommen.

Treffen der Vertreter*innen der Migrantenorganisationen mit Bundeskanzlerin

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Vor dem eigentlichen Integrationsgipfel der Bundesregierung am heutigen Tag hat Frau Bundeskanzlerin Merkel wegen des Terroranschlags in Hanau zu einem besonderen Treffen mit den Vertreter*innen der Migrantenorganisationen ins Bundeskanzleramt eingeladen. Der Vorstandsvorsitzender der Iranischen Gemeinde in Deutschland, Ehsan Djafari hat auch an diesem Treffen teilgenommen. In seinen Ausführungen auch als Mitglied des Vertreter*innenrates der BKMO
(Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen) hat er dediziert zu den Themen Rechtsextremismus, Rassismus und zum Terroranschlag in Hanau Position bezogen und die im offenen Brief an Frau Merkel formulierten Forderungen der BKMO
erläutert und bekräftigt. Der Austausch mit Frau Merkel, BM Seehofer und SM Widman-Mauz war insgesamt positiv. Es gibt mittlerweile auch einen wichtigen Zwischenerfolg zu vermelden. Die Bundeskanzlerin hat heute die Vorschläge der
MOs aufgegriffen. Die Bundesregierung wird analog zum Klimakabinett einen Kabinettsausschuss gegen Rechtsextremismus einrichten. Es soll bis Ende März eine Konkrete Stellungnahme auf die Forderungen der BKMO, die im offenen Brief
an Frau Bundeskanzlerin formuliert wurden, geben.

 

 

Drittes Vernetzungstreffen der geförderten Verbände

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Drittes Vernetzungstreffen der geförderten Verbände

 

Das 3. Vernetzungstreffen der vom BAMF in der zweiten Runde der Strukturförderung geförderten Bundesverbände fand
in diesem Jahr in der Alten Feuerwache in Berlin statt. Diese Treffen befördern einerseits die vertiefte Vernetzung der hauptamtlichen Geschäftsstellen und der ehrenamtlich engagierten Verbandsvorstände und den Erfahrungsaustausch zu
aktuellen verbandsinternen Themen. Dieses Mal fand das Treffen in Form eines Barcamps statt mit folgenden Themen: Projektanträge, Personalakquise, Neuwahlen Vorstand, Nutzung Cloud, Prozessoptimierung Geschäftsstelle, Einarbeitung von neuem Personal, Gremienarbeit der Geschäftsstelle und des Vorstandes und Presseanfragen.

Offener Brief der Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen (BKMO) an die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel

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Die Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen (BKMO) hat sich als Vertreter*innenrat der Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen stellvertretend für das Viertel der Bevölkerung mit einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel gewendet, um laut und vehement eine gesellschaftliche Debatte über Rassismus und Rechtsextremismus einzufordern.
Bezugnehmend auf rassistischen Anschlag in Hanau brachte die BKMO stellvertretend für das Viertel der Bevölkerung die Sorgen eines großen Teils der Bevölkerung „um seine Unversehrtheit, um seine Zukunft und die seiner Kinder“ zum Ausdruck und verkündete ihre Solidarität mit allen Menschen, die von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, insbesondere von Rassismus, Antisemitismus und von sozialer Ausgrenzung, betroffen sind.

Der offene Brief in PDF

Der Terroranschlag in Hanau und die notwendigen Konsequenzen

By Allgemein, Presse & Mitteilungen, Pressemitteilungen

PRESSEMITTEILUNG: Der Terroranschlag in Hanau und die notwendigen Konsequenzen

Der grausame Anschlag in Hanau reiht sich ein in die brutale Mordserie der Rassisten und Rechtsextremisten in Deutschland. Wir verurteilen auf schärfste dieses schändliche Attentat, betrauern die Ermordeten und fühlen zutiefst mit den Angehörigen.

Der Anschlag in Hanau war ein weiterer Beweis dafür, dass die Gefahr von Rechtsextremismus, Neofaschismus und sonstigen rassistischen und identitären Bewegungen ernsthaft die freiheitlich-demokratische Grundordnung unserer Gesellschaft bedroht. Es zwingt uns deshalb wieder einmal mit Nachdruck und Intensität eine gesellschaftliche Debatte darüber einzufordern, wie wir dem Phänomen (des strukturellen) Rassismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit, Antiziganismus und einem vergifteten Klima, voller Hass, Hetze und zum Teil entmenschlichter Debattenkultur begegnen wollen. Nach dem Einzug der AfD in den Bundestag hat sich nachweislich das politische Klima deutlich verschlechtert. Manche politischen Äußerungen, nicht nur von Seiten der AfD-Politiker*innen überschreiten bewusst die Grenzen des Sagbaren und spätestens seit den Ereignissen im Thüringer Landtag ist aus der Sorge vieler Bürger*innen dieses Landes mit Migrationsgeschichte Angst und Beklemmung geworden. Nach den Verhaftungen der Mitglieder der Terrorzelle „Teutonico“ ist mittlerweile nun offenkundig, welche Art von existenziellen Gefahren als Taten aus solchen geplanten Vorhaben hervorgehen können. Teutonico ist mit Sicherheit auch nicht die einzige Terrorzelle, die aus diesem Sumpf der Anhängerschaft von Neonazis, rechten Verschwörungstheoretikern, Rassisten, und Menschenverächtern hervorgekommen sind.

Die Politik insbesondere die Bundesregierung ist nun gefordert. Eine weitere Bagatellisierung und Verharmlosung der rechten Gefahr ist unverantwortlich und inakzeptabel. Es geht letztendlich nicht nur um die Bürger*innen dieses Landes mit Migrationsgeschichte, es geht darüber hinaus auch um den Bestand der freiheitlichen und liberalen Demokratie Deutschlands. Die Lehren und negativen Erfahrungen aus der Zeit der Weimarer Republik waren noch nie so gegenwärtig und greifbar wie jetzt. Dies muss die Zeit des konsequenten Handelns staatlicher Organe sein. Es gibt viele gute und wichtige Ansätze, sowie auch konkrete Forderungen in den veröffentlichten Positions- und Impulspapieren, der Vertreter*innen von Migrantenorganisationen. Diese müssen nun dringend in ihrer Relevanz als mögliche Grundlage für die Politik gegen strukturellen Rassismus und Rechtsextremismus auf Bundes- und Landesebene erachtet werden.