All Posts By

igdadmin

Regionalkonferenz Ost: Zukunftswerkstatt der Iraner*innen in Berlin

By Archiv

Regionalkonferenz Ost: Zukunftswerkstatt der Iraner*innen in Berlin

 

Die Iranische Gemeinde in Deutschland e.V. (IGD) veranstaltete am 08. Dezember 2018 die dritte Regionalkonferenz – diesmal in Berlin. Viele gemeinsame Interessen wurden sichtbar und spannende Ideen für Iranerinnen und Iraner in Deutschland wurden im Rahmen einer Zukunftswerkstatt diskutiert. Moderiert wurde die Konferenz von Cornelia von der Heydt, von der Bürgerstiftung in Hamburg.

Nach den Erfolgen in Hamburg und NRW trafen sich Vorsitzende, Vorstände sowie Vertreter iranischstämmiger Vereine und Organisationen aus dem Osten Deutschlands, insbesondere aus Berlin.

Das Ziel der Regionalkonferenz bestand wie zuvor auch darin, im Rahmen einer Zukunftswerkstatt Kooperationschancen und Herausforderungen bei der Vernetzung iranischstämmiger Vereine auf Landes- und Bundesebene allgemein und unter dem besonderen Aspekt der Flüchtlingsarbeit zu erkennen und Chancen für eine Zusammenarbeit zu finden. Unter den Teilnehmern waren Vereinsvertreter, die in unterschiedlichsten Branchen tätig sind. Ärzte, Bauingenieure, Taxiunternehmer, Künstler sowie viele andere tauschten sich über potentielle Angebote für die iranischstämmige Community aus.

Im Gespräch war beispielsweise ein Iranisches Kulturhaus mit Freizeit-, Beratungs-, Kultur- und Netzwerkangeboten für iranischstämmige Menschen sowie für die Mehrheitsgesellschaft zum Wertedialog. Die Teilnehmer zeigten zudem Interesse daran, iranische Kultur- und Neujahrsfeste wie Yalda und Nourouz gemeinsam zu feiern. Für sichtliche Begeisterung sorgte auch der Vorschlag eines deutsch-iranischen Rundfunks.

Die IGD wird am 23. Februar 2019 in München ihre Regionalkonferenz Süd und voraussichtlich im April des nächsten Jahres eine Regionalkonferenz in Mitteldeutschland, vorrangig im Rhein-Main-Gebiet, organisieren. Sollten Sie sich als Vertreter eines Vereins oder einer Organisation dafür interessieren, können Sie uns gerne unter info@iranischegemeinde.de kontaktieren.

Erzählsalon mit Ali Djan: Ein Analphabet, der Buchautor wurde

By Archiv

Hassan Ali Djan wurde 1989 in Almitu, einem kleinen Dorf in Afghanistan, geboren. Im Alter von 11 Jahren musste er als ältester Sohn seine Geschwister ernähren. Mit 16 floh der damalige Hirte schließlich über die Türkei und Griechenland nach München, wo er heute auch lebt – seit 2015 mit deutscher Staatsbürgerschaft.

Einst war Herr Djan Analphabet. Dann wurde er zum „Wirtschaftsflüchtling“ aus Afghanistan. Heute ist er Autor des Buches „Afghanistan. Deutschland. Ich“, worin er über seine Flucht in ein neues Leben schreibt. Der junge Deutsch-Afghane war mit seiner Lebensgeschichte bereits bei zahlreichen Veranstaltungen präsent und auch im Fernsehen bei der Abendschau zu sehen.

Zuletzt, am 7. Dezember 2018 war er als Referent bei unserem Erzählsalon,

den wir gemeinsam mit der Evangelischen Kirche und dem Pangea-Haus veranstalteten. Nach dem Erfolg der ersten Buchbesprechung mit Faisal Hamdo sorgte auch Herr Djans Biographie für reges Interesse unter den Teilnehmern. Der ehemalige Hirte hat inzwischen einen Hauptschulabschluss, eine abgeschlossene Lehre und eine eigene Wohnung. Aktuell absolviert er seinen Meister als Elektriker. Beim Erzählsalon sprach er über seine Flucht, seine Anfänge in München und sorgte durch witzige Anekdoten aus seiner neuen Heimat Deutschland für sichtbares Schmunzeln im Publikum.

Ziel des Erzählsalons war ein Wertedialog auf Augenhöhe im Kiez, um Raum zu schaffen für persönliche Begegnungen und Dialog zwischen Geflüchteten, Menschen mit Migrationshintergrund und der Mehrheitsbevölkerung, statt einseitig Werte zu vermitteln.

3. Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen in Berlin

By Archiv

3. Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen in Berlin

 

Am 7. Dezember 2018 tagte die 3. Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen (BKMO) in der neuen Neuen Mälzerei in Berlin Friedrichshain, um einen neuen Vertreter*innenrat der BKMO zu wählen. Auch die Iranische Gemeinde in Deutschland e.V. (IGD) war dabei.

Die BKMO als solche, ist ein Novum in der politischen Landschaft der Bundesrepublik Deutschland. Erstmals treffen sich unterschiedlichste Migrantenorganisationen in regelmäßigen Diskussionsforen, um sich auszutauschen, voneinander zu lernen und um sich zu vernetzen. Ziel ist es, den Migrantencommunities auf politischer Ebene eine stärkere, gebündelte Stimme zu verleihen und zu einer vielfältigeren Politik und Gesellschaft beizutragen.

Während bei der 2. BKMO am 4.-5. Juni 2018 thematische Arbeitsgruppen und der Beschluss einer gemeinsamen Geschäftsordnung im Vordergrund standen, wurde diesmal ein neuer Vertreter*innenrat gewählt, der aus maximal 7 Frauen und maximal 6 Männern bestehen sollte. Dieser Rat soll als Ansprechpartner und Sprachrohr der BKMO fungieren und die Belange der BKMO nach außen vertreten. Dabei ist der Vertreter*innenrat stets an die thematischen Beschlüsse und Schwerpunkte der BKMO gebunden.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Susanna Steinbach, der Geschäftsführerin der Türkischen Gemeinde in Deutschland e.V. (TGD). Ehsan Djafari, Vorstandsvorsitzender der IGD führte neben Galina Ortmann vom Ägyptischen Haus Deutschland e.V. in die 3. BKMO ein und begrüßte die Teilnehmer. Vor Ort versammelten sich unterschiedlichste Migrantenorganisationen und Dachverbände, die bundesweit agieren.

Nach einem regen Austausch der Teilnehmer untereinander und drei Impulsreferaten mit anschließender Fishbowl-Diskussion wurde schließlich die Wahl durchgeführt. Zuvor wurde die Wahlkommission gewählt, die sich aus folgenden Kandidaten zusammensetzte: Robert Werner, Bundesgeschäftsführer der djo (Deutsche Jugend in Europa, Bundesverband e.V.), Dario Mohtachem, stellvertretender Geschäftsführer der IGD sowie Breschkai Ferhad von NEMO (Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen e.V.) und Emine Sahin von der TGD.

Der Vertreter*innenrat wurde aus einem breiten Pool an Kandidaten für ein Jahr gewählt und besteht aus folgenden 7 Personen:

  • Susanna Steinbach von „neue deutsche organisationen e.V.“ (NDO)
  • Karen Taylor von „EACH ONE TEACH ONE e. V.” (EOTO)
  • Cihan Sinanoglu von “Türkische Gemeinde in Deutschland e. V.“ (TGD)
  • Marianne Ballé Moudoumbou von „Pan African Womens Empowerment and Liberation Organisation e. V.” (PAWLO)
  • Natalia Roeßler vom „Bundesverband russischsprachiger Eltern e. V.“ (BVRE)
  • Hamidou Bouba vom „Verband für interkulturelle Wohlfahrtspflege, Empowerment und Diversity e. V.“
  • Kamila Schöll – Mazurek vom „Polnischen Sozialrat e.V.“

Iranische Gemeinde besucht Omid Nouripour MdB im Bundestag

By Archiv

Iranische Gemeinde besucht Omid Nouripour MdB im Bundestag

 

Vertreter der iranischen Gemeinde treffen den Grünen-Fraktionssprecher für Außenpolitik und Obmann im Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Omid Nouripour MdB. Im Rahmen eines Gedankenaustauschs berichtete die Iranische Gemeinde über aktuelle verbandsinterne Entwicklungen und anstehende Projekte, insbesondere zu den Überlegungen der Stärkung von Landes- und Bundesstrukturen sowie strategischen Überlegungen. Omid Nouripour MdB zeigte sich den Erläuterungen sehr aufgeschlossen. Beide Seiten verabredeten einen regelmäßigen Austausch zu unterschiedlichen Aspekten und Fragestellungen.

Wertedialog in der Nachbarschaft: Erzählsalon mit Hassan Ali Djan

By Archiv

im Rahmen eines Wertedialogs auf gleicher Augenhöhe zwischen Geflüchteten, Migranten und der Kiezbevölkerung organisieren wir gemeinsam mit der Evangel­ischen Kirchengemeinde, dem Integrationsbüro des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf und dem Pangea-Haus Verein am Hohenzollernplatz am 07.12.2018 ab 19 Uhr eine Buchbesprechung und einen Erzählsalon für werteorientierte Debatten zu gesellschaftspolitischen Fragestellungen.

Als Gast begrüßen wir Ali Djan, den Autor des Buches „Afghanistan. Deutschland. Ich.“ Wir möchten mit Herrn Djan eine Wertedebatte begleiten, die gerade in Zeiten mutipler Identitäten, in denen wir über Zugehörigkeit und Heimat reden, mit allen Teilen der Gesellschaft im Dialog und auf gleicher Augenhöhe stattfinden sollte.

Der Eintritt ist frei, jeddoch bitten wir um eine Voranmeldung per Email unter:
info@iranischegemeinde,de

Betreff: Anmeldung für den Erzählsalon am 07.12.2018

 

Wertedialog in der Nachbarschaft: Erzählsalon mit Faisal Hamdo

By Archiv

Wertedialog in der Nachbarschaft: Erzählsalon mit Faisal Hamdo

 

Im Rahmen eines Wertedialogs auf gleicher Augenhöhe zwischen Geflüchteten, Migranten und der Kiezbevölkerung organisieren wir gemeinsam mit der Evangelischen fand heute einen Erzählsalon und eine Buchbesprechung zum Thema: „Werteorientierte Debatten zu Familie und Altern“ statt. Als Gast war Herr Faisal Hamdo, den Autor des Buches „Fern von Aleppo“ eingeladen.

 


 

Gedenkveranstaltung zum 9. November

By Archiv

Gedenkveranstaltung zum 9. November

 

Am 9. November jährt sich die „Reichspogromnacht“ zum 80. Mal.
Die Novemberpogrome 1938 – bezogen auf die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 auch (Reichs-)Kristallnacht oder Reichspogromnacht genannt – waren vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten Deutschen Reich.

Dabei wurden vom 7. bis 13. November 1938 etwa 400 Menschen ermordet oder in den Suizid getrieben. Über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört.

In Berlin fand zu diesem Anlass eine Gedenkveranstaltung statt. Der Vertreter der Iransichen Gemeinde war auch dort anwesend.

 

Wertedialog in der Nachbarschaft: Erzählsalon mit Faisal Hamdo

By Archiv

Wertedialog in der Nachbarschaft: Erzählsalon mit Faisal Hamdo

 

Im Rahmen eines Wertedialogs auf gleicher Augenhöhe zwischen Geflüchteten, Migranten und der Kiezbevölkerung organisieren wir gemeinsam mit der Evangel­ischen Kirchengemeinde am Hohenzollernplatz am 19.11.2018 ab 19:30 Uhr einen Erzählsalon und eine Buchbesprechung zum Thema: „Werteorientierte Debatten zu Familie und Altern“. Als Gast begrüßen wir Faisal Hamdo, den Autor des Buches „Fern von Aleppo“.

Faisal Hamdo ist selbst vor mittlerweile vier Jahren aus Syrien (Aleppo) geflohen und hat in Deutschland eine neue Heimat gefunden. Hamdo erzählt in seinem Buch mit viel Humor von seinem neuen Leben in Deutschland. Er ist fasziniert von der deutschen Sprache und staunt über das sehr innige Verhältnis der Deutschen zu ihren Haustieren. Auf der anderen Seite bleiben auch viele Dinge unverständlich.

Wir möchten mit Herrn Hamdo einen Wertedialog begleiten, der gerade in Zeiten multipler Identitäten, in denen wir über Zugehörigkeit und Heimat reden, mit allen Teilen der Gesellschaft im Dialog und auch gleicher Augenhöhe stattfinden muss. Wir möchten damit auch die stellenweise eindimensionale Debatte über Flucht und Migration aufbrechen, weil die Menschen, die neu in Deutschland eine Heimat gefunden haben oder noch finden werden, auch sehr viele Wert- und Normvor­stellungen mitbringen, die in die innergesellschaftlichen Debatten miteinfließen sollen.

Das Buch des Autors kann auf einem Bücherstand während der Veranstaltung erworben und durch den Autor auch handsigniert werden. Wir bedanken uns beim Integrationsbüro des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf für die Bereitstellung von Fördermitteln und unserem Netzwerkpartner Pangea-Haus Verein.
Um eine schriftliche Anmeldung wird gebeten: info@iranischegemeinde.de

Regionalkonferenz in NRW – Zukunftswerkstatt

By Archiv

Die Iranische Gemeinde in Deutschland e.V. (IGD) veranstaltete am 13. Oktober 2018 die zweite Regionalkonferenz. Nach Hamburg trafen sich diesmal Vorsitzende, Vorstände sowie Vertreter iranischstämmiger Vereine und Organisationen aus Nordrhein-Westfalen.

Eröffnet wurde die Konferenz von Ehsan Djafari, dem Vorstandsvorsitzenden der IGD, der erneut einen Einblick in die Geschichte, besonderen Charakteristiken und Ziele der IGD gewährte. Die IGD wird seit Ende 2017 im Rahmen einer Strukturförderung der Migrantenorganisationen durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) sowie durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) unterstützt.

Die IGD wird im Rahmen einer Strukturförderung unterstützt

Daraus ergeben sich viele Möglichkeiten, aber auch Verpflichtungen und Ziele, die Dario Mohtachem, stellvertretender Geschäftsführer der IGD vorstellte. Er betonte zudem die Bedeutung der jungen Generation, denn diese gilt es neben den professionellen Strukturen als Voraussetzung für nachhaltige Vereinsarbeit zu stärken und durch attraktive Angebote anzusprechen. Dem jungen Halb-Iraner ist es daher ein besonderes Anliegen, junge Deutsch-Iraner zusammenzubringen, um neue Ideen zu entwickeln und den Austausch zu fördern.

Zukunftswerkstatt: Ideen, Chancen und Bedarfe erkennen

Das Ziel der Regionalkonferenz bestand wie in Hamburg darin, im Rahmen einer Zukunftswerkstatt Kooperationschancen und Herausforderungen bei der Vernetzung iranischstämmiger Vereine auf Landes- und Bundesebene allgemein und unter dem besonderen Aspekt der Flüchtlingsarbeit zu erkennen und Chancen für eine Zusammenarbeit zu finden. Viele gemeinsame Interessen wurden auch sichtbar und erste Ideen in Form von möglichen Kooperationen und eventuell gemeinsamen Projektideen wurden diskutiert.

Vernetzung als wichtiger Bedarf

Die Teilnehmer zeigten sich sichtlich begeistert und betonten die Wichtigkeit persönlicher Begegnungen zur besseren Vernetzung im Sinne der gegenseitigen Vertrauensbildung, da gerade dies bisher als große Herausforderung wahrgenommen wurde. Gewünscht ist daher eine intensivere Zusammenarbeit – online wie auch durch gemeinsame Veranstaltungen. Moderiert wurde die Konferenz von der Deutsch-Iranerin Susan Zare, die u.a. für den Deutschlandfunk (DLF) und den Radiosender bigFM tätig ist. „Obwohl ich hier aufgewachsen und geboren bin, bin ich nicht nur deutsch, denn die iranische Kultur ist fester Bestandteil meiner Identität“, so die junge Journalistin und Moderatorin.

Die IGD wird am 8. Dezember 2018 in Berlin ihre Regionalkonferenz Ost und voraussichtlich zu Beginn des nächsten Jahres eine Regionalkonferenz Süd organisieren. Sollten Sie sich als Vertreter eines Vereins oder einer Organisation dafür interessieren, können Sie uns gerne unter info@iranischegemeinde.de kontaktieren.