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Die Iranische Gemeinde wünscht alles Gute zum Weltfrauentag

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Deutsche oder Iranerin?

Meine eigene Identität war für mich immer eine Suche – ich fühlte mich keiner Kultur wirklich zugehörig, bis mir bewusst wurde, dass ich beides bin: Deutsche und Iranerin. Heute am Weltfrauentag möchte ich mich für mehr Diversität, Respekt und Miteinander zwischen den Geschlechtern aussprechen. Es erfüllt mich mit Demut und Dankbarkeit, wenn ich mir vor Augen führe, was sich für uns Frauen und damit auch Männer in unserer Gesellschaft im vergangenen Jahrhundert verbessert hat. Ich freue mich gemeinsam mit meinen Zeitgenoss*innen weiter an neuen Definitionen von Gleichberechtigung, Feminismus und Weiblichkeit zu bauen.

Über Susan Zare:

Susan Zare ist Moderatorin, Journalistin und Sprecherin, u.a. für den Deutschlandfunk und den Radiosender bigFM. Die junge Wahlkölnerin fühlt sich als Tochter einer Saarländerin und eines Shirazis beiden Kulturen verbunden und engagiert sich leidenschaftlich für interkulturelle Themen.

IGD und Feminismus

Als der internationale Weltfrauentag zu Beginn des 20. Jahrhunderts initiiert wurde, ging es damaligen Feministinnen vor allem um die Einführung eines freien und gleichen Frauenwahlrechts. Mehr als ein Jahrhundert danach blicken Frauen auf einen beispiellosen Kampf für gleiche Rechte für Frauen und Männer zurück und engagieren sich gleichsam für die Beseitigung der vielen noch bestehenden Barrieren für die Gleichbehandlung von Frauen im öffentlichen und privaten Raum.
Der Dialog zwischen Migrant*innen und ihrer zweiten Heimat Deutschland sowie deren erfolgreiche Integration sind ohne eine hohe Sensibilität für Gender nicht zu denken. Wir sind stolz darauf, viele engagierte Frauen mit iranischen Wurzeln zu unserem Kreis zählen zu dürfen und sind stolz darauf, die facettenreiche Arbeit iranisch-stämmiger Feministinnen im Sinne eines modernen und intersektionalen Feminismus in unsere Agenda integrieren zu dürfen. 

Über Sofia Karimi:

Sofia Karimi ist Politikwissenschaftlerin (FU Berlin) und Expertin für internationale Beziehungen. Sie ist in Deutschland als Consultant und Projektleiterin im wirtschaftlichen und politischen Bereich tätig.

 

IMAP-Dialogreise: Speed-Dating mit Ministerien

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Am 26. und 27. Februar 2019 fand die vom Beratungsinstitut IMAP organisierte „Dialogreise“ im Rahmen des Projekts „Strukturförderung von Migrantenorganisationen auf Bundesebene“ statt. Am ersten Tag dieser Dialogveranstaltung trafen Vereinsvertreter von Migrantenorganisationen bzw. Dachverbänden auf Bundesministerien und weitere politische Akteure auf Bundesebene. Am zweiten Tag stellte sich das „House of Ressources“ den Vereinen vor.

Über 50 verschiedene Akteure aus Politik und Zivilgesellschaften nahmen an der Dialogreise teil, darunter zahlreiche Vertreter von Ministerien, Vereinen und weiteren Institutionen wie der Bundeszentrale für politische Bildung oder der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege. Das Event wurde durch Martin Lauterbach (BAMF) eröffnet und von Johannes Groß (IMAP) moderiert. Als Keynote-Speaker regte der Deutsch-Iraner Herr Prof. Nassehi zum Nachdenken an. Er stellte die Frage in den Raum „ab wann man als integriert gilt“ und kritisierte das falsche Homogenitätsverständnis, da Homogenität auch in der deutschen Gesellschaft nicht existiert.

Anschließend wurde bei einem Podiumsgespräch zwischen Frau Dr. Rapp-Lücke (BMI), Herr Dr. Timm (BAGFW), Herr Arslan (IMAP) und Frau Dehimi (IntB) diskutiert, welche Potentiale der Zusammenarbeit von Migrantenorganisationen und Institutionen auf Bundesebene“ möglich sind. Den Kern der Veranstaltung bildete ein Speed-Dating, bei dem beide Seiten – Migrantenorganisationen und politische Institutionen – die Chance hatten, sich besser kennenzulernen bzw. einen Erstkontakt herzustellen, aus dem eine potentielle Zusammenarbeit und neue Projekte hervorgehen können.

Herr Prof. Nassehi über Inklusion und Integration

 

Auch die Iranische Gemeinde in Deutschland e.V. (IGD) war an beiden Tagen mit dabei und stellte sich gegenüber 10 verschiedenen Akteuren vor. Die IGD ist der erste iranischstämmige Verein in Deutschland, der mit zahlreichen Akteuren auf Bundesebene zusammenarbeitet und auch bei diversen Arbeitsgruppen zum Nationalen Aktionsplan Integration mitwirkt. Schon heute wird die IGD vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert, wodurch die IGD bundesweit eine professionelle Vereinstruktur verfestigt, Schulungen anbietet und unterschiedliche Projekte verwirklicht.

Am zweiten Tag der Dialogreise waren die Teilnehmer zu Gast beim House of Ressources. Das House of Resources wird aus Mitteln des BMI gefördert und stärkt Organisationen, die in der Integrationsarbeit in Berlin aktiv sind, indem es bedarfsorientierte, kostenfreie Unterstützung anbietet, beispielsweise Fortbildungen, Beratungsangebote, Fachwissen, Vernetzungsangebote sowie Technikverleih.

 

Regionalkonferenz Süd: Zukunftswerkstatt der Iranerinnen und Iraner in München

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Regionalkonferenz Süd: Zukunftswerkstatt der Iranerinnen und Iraner in München

 

Die Iranische Gemeinde in Deutschland e.V. (IGD) veranstaltete am 23. Februar 2019 die vierte Regionalkonferenz – diesmal in München. Viele gemeinsame Interessen wurden sichtbar und spannende Ideen für Iranerinnen und Iraner in Deutschland wurden im Rahmen einer Zukunftswerkstatt diskutiert. Moderiert wurde die Konferenz von der deutsch-iranischen Moderatorin Susan Zare, die u.a. für den Deutschlandfunk tätig ist.

Nach erfolgreichen Konferenzen in Hamburg, NRW und Berlin bestand auch diesmal wieder das Ziel darin, im Rahmen einer Zukunftswerkstatt Kooperationschancen und Herausforderungen bei der Vernetzung iranischstämmiger Vereine zu erkennen und Chancen für eine Zusammenarbeit zu finden. Vertreten waren Vereine aus dem süddeutschen Raum, z.B. aus München, Nürnberg, Passau und Augsburg – wobei unterschiedlichste Teilnehmer mitdiskutierten: Frauen wie Männer unterschiedlichsten Alters.

Wie bei den anderen Regionalkonferenzen war auch in München ein Iranisches Kulturhaus im Gespräch, welches einerseits als eine Art Beratungs- und Kulturzentrum für iranisch- und afghanischstämmige Menschen fungiert, andererseits auch Begegnungen zwischen iranisch-afghanischer Diaspora und Mehrheitsgesellschaft fördern soll. Weitere Bedarfe bestehen beispielsweise in der Anwerbung junger Mitglieder, im Erfahrungsaustausch mit anderen Vereinen sowie bei Räumlichkeiten für Vereinsaktivitäten und Sitzungen.

Die IGD wird am 11. Mai 2019 in Frankfurt am Main ihre nächste Regionalkonferenz veranstalten. Sollten Sie sich als Vertreter eines Vereins oder einer Organisation dafür interessieren, können Sie uns gerne unter info@iranischegemeinde.de kontaktieren.

 

Stellenanzeige: Flüchtlingskoordinator/in gesucht

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Die Iranische Gemeinde in Deutschland e.V. (IGD) sucht eine/n Flüchtlingskoordinator/in (0,5 % Stelle) im Rahmen des Projekts „Ehrenamtler mit Migrationshintergrund im Einsatz für Flüchtlinge, initiiert von BAGIV (Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland e.V.) und gefördert vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge“.

Laufzeit vorerst 01.01-31.12.2019, Verlängerung bis 2021 angestrebt.

Kurzfassung der Projektbeschreibung: 

Das Projekt der IGD ist Teilprojekt des BAGIV-Projekts „Ehrenamtler mit Migrationshintergrund im Einsatz für Flüchtlinge“, das mit fünf Bundesverbänden und Partnern bundesweit dieses Projekt umsetzt. Die IGD ist Mitglied des Dachverbandes BAGIV. Das Projekt setzt sich zum Ziel mindestens 10-15 ehrenamtliche Flüchtlingsbeauftragte bei iranisch- und afghanisch-stämmigen Vereinen bundesweit zu installieren und sie in diversen Aufgaben der niedrigschwelligen Flüchtlingsarbeit fortzubilden.

Zur Umsetzung dieses Projektvorhabens sucht die IGD einen „Flüchtlingskoordinator/in“ ab sofort (angelehnt an den TVÖD-9, 0,5% Stelle).  

Ihre Aufgaben

  • Kontaktaufnahme mit Vereinen bundesweit und Lokalisierung geeigneter Ehrenamtlicher als „Ehrenamtsbeauftragte/r“
  • Begleitung, Beratung und Betreuung von Geflüchteten
  • Niedrigschwellige Beratung für Geflüchtete
  • Teilnahme an Schulungsseminaren und Vernetzungstreffen
  • Durchführung von Seminaren
  • Dokumentation und Berichtswesen

Anforderungen

  • Studium zum Sozialarbeiter/-in, der sozialen Arbeit oder vergleichbare  Qualifikation
  • Selbständige Arbeitsweise und Erfahrung in der Koordination und Umsetzung von Projekten
  • Gute Kenntnisse des jeweiligen Sozialraums
  • Erfahrung in der Beratungsarbeit
  • Erfahrung in der Netzwerkarbeit, Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten
  • Grundkenntnisse des Vergaberechts
  • Sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift werden vorausgesetzt.


Die IGD hat sich die berufliche Förderung von Frauen zum Ziel gesetzt und lädt qualifizierte Frauen ausdrücklich zu einer Bewerbung ein. Wir freuen uns insbesondere über Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund. Schwerbehinderte Bewerber*innen werden bei gleicher Eignung entsprechend den gesetzlichen Grundlagen bevorzugt berücksichtigt.
 
Wir bitten um die Zusendung Ihrer Bewerbung mit Anschreiben bis zum 28. Februar 2019 an die Iranische Gemeinde in Deutschland e.V. (IGD) vorzugsweise als PDF-Datei  z.H. Herrn Dirk Tröndle (Geschäftsführer), bewerbung@iranischegemeinde.de

Multiplikatorenschulung der IGD in Hamburg: Vereinsmanagement

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Multiplikatorenschulung der IGD in Hamburg: Vereinsmanagement

 

Die Iranische Gemeinde in Deutschland e.V. (IGD) veranstaltete gemeinsam mit dem Deutsch Iranischen Bund (DIAB) am Samstag, den 19. Januar 2019 eine Multiplikatorenschulung zum Thema Vereins-Know-how, darunter Vereinsgründung und Vereinsmanagement, und gab einen Ausblick zu den Themen Fördermittelmanagement und -akquise.

Die Schulung fand in der Türkischen Gemeinde in Hamburg und Umgebung e.V. statt. Das Seminar wurde von Nebahat Güçlü geleitet. Frau Güçlü ist Trainerin und Weiterbildungsmanagerin. Zudem ist sie Abgeordnete der Hamburgischen Bürgerschaft, wo sie sich insbesondere für die Themen Soziales, Bildung, Migration, Frauen und Gleichstellung engagiert.

Nach einer kurzen Eröffnung durch Abbas Vafaei (DIAB) und Dirk Tröndle (IGD) stellten sich die 5 teilnehmenden, iranischstämmigen Vereine kurz vor. Im Anschluss folgten die thematischen Blöcke zu Vereinsgründung und Vereinsmanagement in Form eines Impulsvortrags und einer gemeinsamen Gruppenarbeit sowie ein Ausblick zu Fördermittelmanagement und -akquise.

Die Multiplikatorenschulung ist u.a. das Ergebnis der vorausgegangenen Gespräche und Regionalkonferenzen, in diesem Fall vor allem in Hamburg. Hierdurch konnten wir als IGD die Bedarfe und Interessen der iranischen Community vor Ort erkennen und eine entsprechende Schulung zur Weiterbildung der Vereine anbieten.

Sollten Sie als Verein auch Interesse an Schulungen, beispielsweise zu Vereinsmanagement und Fördermittelakquise, haben – so können Sie sich gerne unter info@iranischegemeinde.de an uns wenden.

 

Eröffnung eines kulturspezifischen Hospizes in Mahlow

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Eröffnung eines kulturspezifischen Hospizes in Mahlow

In Blankenfelde-Mahlow (Brandenburg) ist das erste „kultursensible Hospiz“ für schwer kranke Menschen eröffnet worden. Die Iranische Gemeinde in Deutschland e.V. (IGD) war auch vor Ort und hat die Einrichtung besucht, die bundesweit „Pilotcharakter für die Versorgung von Migrantinnen und Migranten hat“. Sie steht allen Menschen offen, „egal wo sie ihre kulturellen und religiösen Wurzeln haben“, wie Linken-Politiker und Staatssekretär Andreas Büttner anlässlich der Eröffnung sagte.

In der Einrichtung können zwölf Patientinnen und Patienten versorgt werden. Zusätzlich gibt es Unterbringungsmöglichkeiten für Angehörige. Die Mitarbeiter des Hospizes sprechen außer Deutsch auch Türkisch, Arabisch, Englisch und Französisch, um somit besser auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten eingehen zu können und sprachliche wie kulturelle Barrieren zu überwinden.

Träger des Hauses ist der Pflegedienst Deta-Med, dessen Schwerpunkt die kulturspezifische Pflege unter Berücksichtigung kultureller und individueller Bedürfnisse ist. Als Projektpartnerin hat unser Partner BAGIV (Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände e.V.) das Vorhaben beraten und unterstützt.

Nare Yesilyurt, Geschäftsführerin von Deta-Med, sagte: „Mythologie verbindet uns Menschen miteinander, Religionen trennen uns voneinander. Deshalb habe ich aus der Mythologie den Pfau als Symbol für Unsterblichkeit und Gruß aus dem Paradies genommen. Kraniche symbolisieren Wachsamkeit, sie tragen auf ihren Rücken die Seelen der Toten in den Himmel und kehren wieder.“

Die Räume und Fassade wurden künstlerisch gestaltet. Fassade und Dach zieren große Mosaiken von Kranichen und Pfauen.

 

Strategieworkshop der Iranischen Gemeinde

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Strategieworkshop der Iranischen Gemeinde

 

Am 15. Dezember 2018 fand der Strategieworkshop der Iranischen Gemeinde statt. Unsere Mitglieder wurden in den Prozess der Strategieentwicklung involviert. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prozesscoach Norbert Poppe. Im Zuge der Strukturförderung für Migrantenorganisationen ist die IGD auf dem Weg ein bundesweit agierender Verband zu werden, wodurch sich neue Strukturen und Landesverbände herausbilden werden.


Die Iranische Gemeinde wird Mitglied im BBT

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Die Iranische Gemeinde wird Mitglied im BBT

 

Die Iranische Gemeinde in Deutschland e.V. (IGD) ist neben dem Zentralrat der Serben in Deutschland e.V. (ZSD) neues Mitglied des Bundeselternnetzwerk der Migrantenorganisationen für Bildung & Teilhabe (bbt). Die bbt-Mitgliederversammlung fand am 13. Dezember 2018 in der Hauptstadtrepräsentanz der Generali Deutschland AG in Berlin statt. Künftige Arbeitsschwerpunkte werden vor allem struktureller Rassismus im Bildungssystem, Lehrer*innenaus- und -fortbildung, politische Bildung sowie Institutionalisierung der Einbeziehung von Eltern im Bildungssystem sein.