Regionalkonferenz in NRW – Zukunftswerkstatt

Die Iranische Gemeinde in Deutschland e.V. (IGD) veranstaltete am 13. Oktober 2018 die zweite Regionalkonferenz. Nach Hamburg trafen sich diesmal Vorsitzende, Vorstände sowie Vertreter iranischstämmiger Vereine und Organisationen aus Nordrhein-Westfalen.

Eröffnet wurde die Konferenz von Ehsan Djafari, dem Vorstandsvorsitzenden der IGD, der erneut einen Einblick in die Geschichte, besonderen Charakteristiken und Ziele der IGD gewährte. Die IGD wird seit Ende 2017 im Rahmen einer Strukturförderung der Migrantenorganisationen durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) sowie durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) unterstützt.

Die IGD wird im Rahmen einer Strukturförderung unterstützt

Daraus ergeben sich viele Möglichkeiten, aber auch Verpflichtungen und Ziele, die Dario Mohtachem, stellvertretender Geschäftsführer der IGD vorstellte. Er betonte zudem die Bedeutung der jungen Generation, denn diese gilt es neben den professionellen Strukturen als Voraussetzung für nachhaltige Vereinsarbeit zu stärken und durch attraktive Angebote anzusprechen. Dem jungen Halb-Iraner ist es daher ein besonderes Anliegen, junge Deutsch-Iraner zusammenzubringen, um neue Ideen zu entwickeln und den Austausch zu fördern.

Zukunftswerkstatt: Ideen, Chancen und Bedarfe erkennen

Das Ziel der Regionalkonferenz bestand wie in Hamburg darin, im Rahmen einer Zukunftswerkstatt Kooperationschancen und Herausforderungen bei der Vernetzung iranischstämmiger Vereine auf Landes- und Bundesebene allgemein und unter dem besonderen Aspekt der Flüchtlingsarbeit zu erkennen und Chancen für eine Zusammenarbeit zu finden. Viele gemeinsame Interessen wurden auch sichtbar und erste Ideen in Form von möglichen Kooperationen und eventuell gemeinsamen Projektideen wurden diskutiert.

Vernetzung als wichtiger Bedarf

Die Teilnehmer zeigten sich sichtlich begeistert und betonten die Wichtigkeit persönlicher Begegnungen zur besseren Vernetzung im Sinne der gegenseitigen Vertrauensbildung, da gerade dies bisher als große Herausforderung wahrgenommen wurde. Gewünscht ist daher eine intensivere Zusammenarbeit – online wie auch durch gemeinsame Veranstaltungen. Moderiert wurde die Konferenz von der Deutsch-Iranerin Susan Zare, die u.a. für den Deutschlandfunk (DLF) und den Radiosender bigFM tätig ist. „Obwohl ich hier aufgewachsen und geboren bin, bin ich nicht nur deutsch, denn die iranische Kultur ist fester Bestandteil meiner Identität“, so die junge Journalistin und Moderatorin.

Die IGD wird am 8. Dezember 2018 in Berlin ihre Regionalkonferenz Ost und voraussichtlich zu Beginn des nächsten Jahres eine Regionalkonferenz Süd organisieren. Sollten Sie sich als Vertreter eines Vereins oder einer Organisation dafür interessieren, können Sie uns gerne unter info@iranischegemeinde.de kontaktieren.