„Nur mit Frauen gelingt Integration“

Quelle: (IntB/Loos))

Am 27.06.2019 diskutierten Vertreterinnen unterschiedlicher Migrantenorganisationen zum Thema „Gleichstellung in der Migrations- und Integrationspolitik“. Auch wir haben an der NAP-I Sitzung (Nationaler Aktionsplan Integration) teilgenommen und mitgewirkt.

„Nur mit Frauen gelingt Integration“ – so beginnt der Instagram Post der Vertreterinnen unter dem Gruppenfoto zur gemeinsamen Sitzung. Thematisiert wurden u.a. die Probleme und Hürden für geflüchtete Frauen auf dem Arbeitsmarkt. „Dabei sind es gerade sie, die Mütter, die den Integrationserfolg der nächsten Generation prägen“, heißt es. „Auch wenn wir neue politische Maßnahmen und Regelungen rund um Integration diskutieren, dürfen die Frauen nicht fehlen“, betonten die Vertreterinnen der Migrantendachorganisationen. Und das Thema ist von öffentlichem Interesse: Erst kürzlich haben über 20 Frauen im Kanzleramt über ihre Forderungen für eine bessere Integrationspolitik diskutiert.

Gleichstellung bedeutet aktives Handeln zum Abbau von Benachteiligungen und umfasst die Beseitigung bestehender Nachteile – das ist ein verfassungsmäßiger Auftrag. In diesem Rahmen wurde auch in der NAP-I Sitzung über die Hindernisse, Erfordernisse und künftige Handlungsfelder diskutiert. Kritisiert wurde u.a. der Mangel an gendersensiblen und interkulturellen Strukturen sowie die eingeschränkte Repräsentanz und Teilhabe von Frauen. Zudem wurde hervorgehoben, dass die Leistungen und Potentiale der Migrantinnen nicht genügend Beachtung in der Öffentlichkeit finden. Ein Abbau dieses defizitären Blicks auf Migrantinnen sollte ein Ziel sein sowie Programme zur Förderung von Migrantinnen in allen gesellschaftlichen Bereichen zu installieren, beispielsweise durch zielgerichtetes Coaching.