IMAP-Dialogreise: Speed-Dating mit Ministerien

Am 26. und 27. Februar 2019 fand die vom Beratungsinstitut IMAP organisierte „Dialogreise“ im Rahmen des Projekts „Strukturförderung von Migrantenorganisationen auf Bundesebene“ statt. Am ersten Tag dieser Dialogveranstaltung trafen Vereinsvertreter von Migrantenorganisationen bzw. Dachverbänden auf Bundesministerien und weitere politische Akteure auf Bundesebene. Am zweiten Tag stellte sich das „House of Ressources“ den Vereinen vor.

Über 50 verschiedene Akteure aus Politik und Zivilgesellschaften nahmen an der Dialogreise teil, darunter zahlreiche Vertreter von Ministerien, Vereinen und weiteren Institutionen wie der Bundeszentrale für politische Bildung oder der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege. Das Event wurde durch Martin Lauterbach (BAMF) eröffnet und von Johannes Groß (IMAP) moderiert. Als Keynote-Speaker regte der Deutsch-Iraner Herr Prof. Nassehi zum Nachdenken an. Er stellte die Frage in den Raum „ab wann man als integriert gilt“ und kritisierte das falsche Homogenitätsverständnis, da Homogenität auch in der deutschen Gesellschaft nicht existiert.

Anschließend wurde bei einem Podiumsgespräch zwischen Frau Dr. Rapp-Lücke (BMI), Herr Dr. Timm (BAGFW), Herr Arslan (IMAP) und Frau Dehimi (IntB) diskutiert, welche Potentiale der Zusammenarbeit von Migrantenorganisationen und Institutionen auf Bundesebene“ möglich sind. Den Kern der Veranstaltung bildete ein Speed-Dating, bei dem beide Seiten – Migrantenorganisationen und politische Institutionen – die Chance hatten, sich besser kennenzulernen bzw. einen Erstkontakt herzustellen, aus dem eine potentielle Zusammenarbeit und neue Projekte hervorgehen können.

Herr Prof. Nassehi über Inklusion und Integration

Auch die Iranische Gemeinde in Deutschland e.V. (IGD) war an beiden Tagen mit dabei und stellte sich gegenüber 10 verschiedenen Akteuren vor. Die IGD ist der erste iranischstämmige Verein in Deutschland, der mit zahlreichen Akteuren auf Bundesebene zusammenarbeitet und auch bei diversen Arbeitsgruppen zum Nationalen Aktionsplan Integration mitwirkt. Schon heute wird die IGD vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert, wodurch die IGD bundesweit eine professionelle Vereinstruktur verfestigt, Schulungen anbietet und unterschiedliche Projekte verwirklicht.

Am zweiten Tag der Dialogreise waren die Teilnehmer zu Gast beim House of Ressources. Das House of Resources wird aus Mitteln des BMI gefördert und stärkt Organisationen, die in der Integrationsarbeit in Berlin aktiv sind, indem es bedarfsorientierte, kostenfreie Unterstützung anbietet, beispielsweise Fortbildungen, Beratungsangebote, Fachwissen, Vernetzungsangebote sowie Technikverleih.