Stellungnahme zum islamistischen Terror in Europa

Iranische Gemeinde in Deutschland verurteilt auf Schärfste den islamistischen Terror in den letzten Wochen in Frankreich, England, Deutschland, Afghanistan und Österreich. Diese Terrorakte sind Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ist ein offener Angriff auf universelle Werte der Menschenrechte und Demokratie.

Die Demokratie und junge Menschen mit Mitgrationshintergrund in Gefahr 

Wir beobachten mit zunehmender Sorge den Aufstieg des islamischen Fundamentalismus auf der ganzen Welt, insbesondere in Europa und auch hier in Deutschland. Indem sie sich hinter religiösen Institutionen und Symbolen verstecken und die freiheitlich demokratische Grundordnung in den Aufnahmegesellschaften missbrauchen, versuchen die Islamisten unentwegt, Teile der Migranten-Community und Geflüchteten, insbesondere Jugendlichen, die womöglich unter Diskriminierung, Ausgrenzung und rassistische Übergriffe leiden und sich zum Teil in den tiefgreifenden Identitätssuchprozessen befinden, für ihre hasserfüllten und menschenfeindlichen Gedankengut zu gewinnen.
 

Ausbau und Entwicklung des Terrornetzwerks in Europa 

Islamische Fundamentalisten versuchen, die Demokratie und die demokratischen Werte in den Aufnahmegesellschaften als Hauptgrund für die rassistischen und diskriminierenden Erfahrungen im täglichen Leben von Einwanderern, insbesondere jungen Menschen ausländischer Herkunft darzustellen. Viel zu lange wurden diese aufrührerischen Bestrebungen aus politischen Gründen und falscher Rücksichtnahme von staatlichen Sicherheitsinstitutionen toleriert. In den letzten Jahren sind viele junge Anhänger aus salafistischen Szenen zum „Islamischen Dschihad“ in Teile des Iraks und Syriens gereist und haben sich dem Islamischen Staat angeschlossen. Nach dem Zerfall des IS kehren jetzt viele Kämpfer nach Deutschland und in andere europäische Länder zurück. Nebenbei werden seit Langem eine Reihe von scheinbar religiösen Institutionen von ausländischen Regierungen in Deutschland als Netzwerk zur Verbreitung von Hass, Antisemitismus, fundamentalistische Ansichten sowie zur Bereitstellung logistischer Einrichtungen für Terroranschläge eingesetzt. Jedes Jahr anlässlich des Al-Quds-Tages finden in Berlin Demonstrationen statt, deren Hauptslogans antisemitische und hasserfüllte Hetze sind. Zusätzlich zu diesen subversiven Aktivitäten wurden in Deutschland und Europa eine Reihe von Wirtschaftsinstitutionen für die Geldwäsche eingerichtet. Auf diese Weise konnten Islamisten ihr Terrornetzwerk in Form religiöser, wirtschaftlicher und politischer Institutionen in Deutschland und ganz Europa ausbauen, was durchaus eine ernsthafte Bedrohung für die Demokratie darstellt. Um diesem Netzwerk zu begegnen, erfordert es eine gemeinsame Anstrengung und ernsthaftes Handeln aller demokratischen Kräfte mehr als je zuvor.


Der Kampf gilt auch gegen Rassismus und Rechtsextremismus

Es sollte betont werden, dass der Kampf gegen den islamischen Fundamentalismus nicht vom Kampf gegen Rassismus und andere extremistische Tendenzen wie Rechtsradikale, neonazistische und faschistische getrennt werden kann, und es ist offensichtlich, dass die Konfrontation mit Islamisten und deren Bekämpfung nicht nur ausschließlich sicherheitstechnisch und politisch zu bewerkstelligen ist. Solange die soziale und kulturelle Grundlage zur Entstehung und Entwicklung islamistisches Gedankengut existiert, kann die einseitige Bekämpfungsstrategie nicht zum Erfolg führen. Die Stärkung und Unterstützung säkularer und demokratischer Institutionen der Einwanderer- und Migranten in Deutschland und Europa sowie die Schaffung einer Perspektive für die Teilnahme am politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturell-pädagogischen Leben, insbesondere für Kinder und Jugendliche ist vermutlich eine der wirksamsten Instrumentarien, den weiteren Zulauf zum islamischen Extremismus zu verhindern.